Pünktlich zu Ostersamstag brachte meine Katze Mina ihre sechs Jungen zur
Welt, die ganze Familie hatte sich schon riesig auf dieses Ereignis gefreut. Zum
Zeitpunkt der Geburt war Mina gerade 1 Jahr alt. Die ersten Wochen mit den
kleinen Katzenbabys verliefen ohne Schwierigkeiten, meine Katze kümmerte sich
liebevoll um ihren Nachwuchs, hatte reichlich Milch in ihren Zitzen, fraß
dementsprechend oft und viel, die Babys gediehen prächtig. Die heile Welt schien
perfekt, bis meine Mina eines Tages apathisch in der Ecke saß und ihr Appetit
gänzlich verflogen war:
Do., 10.05.2007: Erster Besuch
beim Tierarzt. Mina war apathisch, ohne Appetit, das Röntgenbild zeigte eine
eventuelle leichte Verstopfung, ansonsten ohne Befund. Mina bekam Infusionen,
Antibiotika, Schmerzmittel. Ein paar Stunden später wirkte sie wieder etwas
munterer und zeigte wieder Appetit.
Sa., 12.05.: Mina
war in der Nacht nicht nach Hause gekommen, hatte ihre Jungen alleine gelassen,
wir dachten an das Schlimmste, dass sie sich zum Sterben in den Wald verkrochen
hätte, mit einem Darmverschluss oder ähnlichem. Um 9 Uhr morgens stand sie
plötzlich vor mir, mit einem irren Blick, weiten Pupillen, an ihrem Hinterteil
hing Laub, aber keine Spuren von Kot. Hatte sie in der Nacht Koliken gehabt und
den verstopften Darm unter Schmerzen entleeren können? Da ich als
Heilpraktikerin viel mit Kinesiologie und auch Psycho-Kinesiologie bei meinen
menschlichen Patienten arbeite und diese Verfahren auch bei meinen Haustieren
schon oft eingesetzt habe, um des Rätsels Lösung zu finden, ging ich gleich ans
Werk. Zu meinem Erstaunen, reagierte Mina im kinesiologischen Test weder auf die
angebliche Verstopfung, noch auf Schmerzen bzw. eine Kolik. Ich war ratlos. Die
darauffolgenden Tage machte sie wieder einen nahezu normalen Eindruck, kümmerte
sich liebevoll um ihre Babys, nur dieser leicht apathische Zustand flackerte
immer wieder mal auf. Die Babys waren nun 5 Wochen alt und wir begannen, sie mit
der Pipette zusätzlich an die Katzenersatzmilch zu gewöhnen, um Mina zu
entlasten.
Di., 15.05.: Nachts um 00:30 heftiges
Erbrechen, weite Pupillen, spontanes Wasserlassen, zudem schleifte sie ihre
linke hintere Körperhälfte wie gelähmt hinter sich her. Eine halbe Stunde später
tippte der Tierarzt in seiner Praxis auf eine Vergiftung, wobei ihm die weiten
Pupillen noch schleierhaft schienen. Wieder bekam sie Infusionen, Antibiotika
und Schmerzmittel. Am Morgen war sie wieder munter und
agil.
Mi., 16.05.: Um 8:30 erschienen wir zur
Nachkontrolle in der Praxis. Der Tierarzt war erfreut, dass die Behandlung so
gut angeschlagen hatte, erklärte uns, dass auch einige Pflanzenarten solche
Vergiftungen auslösen könnten. In meinen Augen passte das alles langsam
überhaupt nicht mehr zusammen, ich suchte nach dem höheren Zusammenhang der
vergangenen Geschehnisse. Wieder machte in den kinesiologischen Test bei Mina
und war erstaunt, dass sie auf die Frage nach einer akuten Vergiftung nicht
schwächend reagierte, wohl aber auf die Frage nach einer chronischen Vergiftung.
Ja, sollte sie womöglich immer wieder irgendwo an giftigen Pflanzen geknabbert
haben?
Gegen nachmittag fiel Mina urplötzlich von ihrem
Kratzbaum und hatte vor meinen Augen dann den ersten typischen epileptischen
Anfall. Eine halbe Stunde später folgte der nächste Anfall. Der Tierarzt war
erfreut, die Diagnose endlich gefunden zu haben: Idiopathische, also primäre
Epilepsie! Und die vorangegangenen Ereignisse sollten die Vorboten gewesen sein,
bzw. die ersten verkannten Anfälle. Mina bekam ein Barbiturat und für schwere
Anfälle Valium rektal. Am Nachmittag zeigte sie beim Tierarzt auf dem
Behandlungstisch den nächsten Anfall. Der Tierarzt gab uns die leise Hoffnung,
dass eventuell eine Kastration helfen könnte. Bei Hündinnen käme es gelegentlich
vor, dass nach einer Kastration epileptische Anfälle vollkommen verschwinden
würden, bei Katzen wäre dies nur ein Behandlungsversuch. Er war aber auch über
die rasche Häufung der Anfälle erschrocken, meinte, hier läge ein sehr schweres
Leiden vor.
Do., 17.05.: Wir verbrachten den Tag
damit, Mina von ihren permanenten Anfällen abzuhalten. Zu Beginn eines Anfalls
drehte sie stets den Kopf starr nach links, bevor die Streck-Krämpfe den ganzen
Körper schüttelten – wenn man hier eingriff, ihr den Kopf wieder in die
Ausgangsposition zurückdrehte, sie laut ansprach, Sinnesreize, wie Pfeifen oder
Anpusten setzte, konnte man den Anfall abwehren. Zu viert waren wir den ganzen
Tag damit beschäftigt, Mina von ihren Krampfanfällen abzuhalten. Trotz
hochdosierter Barbituratgaben kamen die Anfälle zum Teil alle fünf
Minuten!
Fr., 18.05.: Die Kastration. Mit einem
besonderen Narkoseverfahren und unter großem technischem Überwachungsaufwand
wurde Mina operiert. Sie überlebte. Nun war der Zeitpunkt gekommen, wo ich Herrn
Grundmeyer zu diesem schweren Fall konsultierte und die PSP-Therapie bestellte.
Mir war klar, dass die PSP-Therapie Minas letzte Chance sein würde. Sowohl meine
Nerven, als auch die meiner ganzen Familie lagen blank, wie lange würden wir
dieser nervenaufreibenden Situation noch standhalten können?
Sa., 19.05. – Mo., 21.05.: In diesen Tagen hatte Mina
weiter permanent Anfälle, trotz hochdosierter Barbiturate. Mina wurde rund um
die Uhr betreut, damit die Anfälle im Beginn unterbrochen werden konnten.
Trotzdem fürchteten wir alle, dass ihr Gehirn durch dieses Dauerkrampfen bereits
erheblichen Schaden genommen hatte. Die Anfälle kamen im Minutenrhythmus.
Mein kinesiologischer Test ergab als Auslöser für ihre Epilepsie
(jetzt wusste ich, wonach ich zu suchen hatte) eine starke Schwermetallbelastung
und die bereits erwähnte chronische Vergiftung, und zwar durch die große
Futtermenge, also eine große Menge an Allergenen, die sie über die Wochen des
Säugens aufgenommen hatte.
Mina´s Vorgeschichte: Mina
wuchs die ersten 7 Wochen in einer Art Heizungs-Ölkeller auf, bis ich sie
vorzeitig zu mir nahm, weil sie ein entzündetes Auge hatte. Nach ihrer ersten
Impfung/Grundimmunisierung zeigte sie die ersten Allergien. Sie beleckte sich
die Innenseiten der Vorderbeine, bis dort kahle Stellen zum Vorschein kamen. Ich
löschte bei ihr einige Allergien aus, die Unverträglichkeit auf Trockenfutter
behielt sie aber bei. Bei uns zuhause bekam sie kein Trockenfutter, wohl aber in
der Nachbarschaft, da hier einige das Futter für alle zugänglich draußen stehen
lassen.
Für mich war des Rätsels Lösung gefunden und alle
Zusammenhänge klar: Die Kombination aus tiefliegenden Allergien, die
Schwermetallbelastung und die hohe Allergenzufuhr infolge des vermehrten
Fressens während Trächtigkeit und Säugezeit, führten zu einer totalen
Systemüberlastung und damit auch zu einer Art von Kurzschluss im Gehirn, der
Epilepsie.
Di., 22.05.: Um 11 Uhr trafen die
PSP-Tropfen mit der Post ein. Der PSP-Test zeigte bei Mina zahlreiche Allergien
und 7 Blockaden der Wirbelsäule, unter anderem sehr viele Allergien bei den
Schwermetallen. Ich verabreichte zunächst 3 Tropfen, ein paar Stunden später die
nächsten 3 Tropfen. Mina fiel in einen tiefen Schlaf, zum ersten Mal seit Tagen
beruhigte sich ihr verkrampfter Körper. Ab und zu träumte sie heftig, das hatte
ich bei ihr schon lange nicht mehr beobachtet. Noch an diesem Tag wurde ihr
Blick wieder klar, ihr Gesichtsausdruck wieder normal, sie war wieder ins Leben
zurückgekehrt.
Seit diesem Tag hat sich ihr
Gesundheitszustand täglich verbessert. Ich verabreichte ihr 3 x täglich 5
Tropfen über ca. 2 Wochen. Sie hatte keinen einzigen Anfall mehr oder auch nur
den Anschein eines Anfalls. Einige Tage reagierte sie noch etwas schreckhaft auf
laute Geräusche, aber auch das hat sich schnell gegeben. Nachdem wir sie zwei
Wochen von ihren Babys getrennt halten mussten, war die Freude überschwenglich,
als Mutter und Kinder wieder aufeinander trafen. Mina hat wieder ein schönes,
jetzt noch stärker glänzendes Fell, ist putzmunter, ruhig und ausgeglichen. Bei
meinen Wald-Spaziergängen mit meinem Hund, begleitet sie mich wieder ab und zu.
Durch diese Wochen des Horrors ist eine tiefe Bindung zwischen uns entstanden,
Mina ist sehr gesprächig und anhänglich geworden. In ihrem Blick stecken jetzt
Extra-Portionen an Weisheit, Dankbarkeit und tiefer Freundschaft.
Vielen Dank dem ganzen Allergie-Immun-Team für die rasche Hilfe und die
mentale Unterstützung!