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Die Biologie des Lichts

Hierzu schreibt Prof. Popp:

Wir sind auch nicht so naiv zu glauben, dass es sich dabei allein nur um eine Wellenlänge oder einen schmalen Spektralbereich handelt. Die Natur pflegt die Reichhaltigkeit seiner Spektralbreite großzügig einzusetzen, da sie damit die Sicherheit und Selektivität der Steuerung extrem zu steigern vermag. Die natürliche Kommunikation basiert so auf der nahezu perfekten Kohärenz, auf der Fähigkeit extrem hoher Frequenz- und Phasenstabilität des Biophotonenfeldes im Bereich optischer und infraroter Wellen bis in die Regionen der Mikro- und Radiowellen, immer nach dem gleichen Prinzip destruktiver und konstruktiver Interferenz. Die Erweiterung des Spektrums von optischen Frequenzen bis in den langwelligen Radiowellen-Bereich beruht vermutlich auf „Schwebungen”, die sich infolge geringer Resonanz-Unschärfen immer ausbilden. Diese „Unschärfen” sind nicht nur von der Quantentheorie her unvermeidlich, sondern auch „biologisch” durch die Variabilität der Größe und Form der Zellen und Zellverbände notwendig (oder in Rückkopplung zu den Quanteneffekten) vorgegeben. Auf diese Weise enthalten die Schwebungen Informationen über Lage und Ausformung der biologischen Resonanzstrukturen. Nicht nur Einzelzellen, sondern Organellen innerhalb der Zellen, Zellverbände, Organismen und Organe lassen sich so gezielt und stets auch resonanzhaft ansteuern. Wir erkennen so auch klar die Vorzüge dieser elektromagnetischen Kommunikation im Vergleich zur „chemischen Kommunikation”, die es meines Erachtens überhaupt nicht gibt. Immer beruht substanzielle „Kommunikation” auf physikalischen Signalen der beschriebenen Art. Als Folge können natürlich bestimmte „Botenstoffe” synthetisiert oder unterdrückt werden, je nachdem, ob die Information „nachhaltig” gespeichert, verstärkt oder eventuell auch gelöscht werden soll. Die Vorteile dieser genialen Kommunikation interferierender Biophotonen sind jedenfalls nicht zu überbieten, und wenn die Natur seltsamerweise davon keinen Gebrauch machen sollte, so besteht immerhin nicht der geringste Anlass, solche Ideen herabzuwürdigen. Sie könnte ja irgendwann technisch genutzt werden. Der Nutzen ist evident:

  • Die Signalgeschwindigkeit kann jeden beliebigen Wert bis zur Lichtgeschwindigkeit annehmen.
  • Weil die spektrale Zusammensetzung der Biophotonen von der Art der Organismen abhängt, sind auch die Interferenzmuster selbst artabhängig. Sobald Fremdorganismen wegen ihrer abweichenden Spektren die destruktive Interferenz des Kollektivs stören, werden sie erkannt oder aufspürbar.
  • Diese Art der Kommunikation erlaubt demzufolge allen Beteiligten, sich zu identifizieren, jede Art von Störung wahrzunehmen und richtig darauf zu reagieren.
  • Mit der destruktiven Interferenz - dem gegenseitigen Wegsaugen von Photonen - sind entsprechende Anziehungskräfte verbunden. Sie können als Produkt aus dem Strahlungsdruck und einer Kohärenzfläche (= -FQ*) beschrieben werden. F ist die Oberfläche des betreffenden Organismus, Q* eine effektive Resonatorgüte, die auf Grund von Phasenkonjugationseffekten an Membranen wirksam wird. Das Minuszeichen gibt an, dass diese Kraft dem Strahlungsdruck entgegengerichtet ist.

Auszug aus dem Buch: "Biophotonen - Neue Horizonte in der Medizin" 2006, Haug-Verlag, Stuttgart.



Letzte Aktualisierung am 23.07.2008
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