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Bewusstseins-Coaching

Kennen Sie eigentlich Ihr eigenes Kraftfeld?

Die aufgeprägten oder auch selbst erlernten Denk- und Verhaltensmuster haben wir in unserer Vorstellung abgespeichert, dass dies das Leben ist, ohne jedoch erkennen zu können, dass es nur eine Möglichkeit ist aus dem unerschöpflichen Potential aller Möglichkeiten.

Im weiteren Verlauf verteidigen wir dann „unser Leben“ im Extremfall gegen alles Neue, was uns von außen als Leben angeboten wird, aber nicht mit dem „Erlernten“ übereinstimmt. Dies erzeugt in uns Dauerstress und die bekannten Symptome aller Art.

Jedes Lebewesen erzeugt ein eigenes elektromagnetisches Feld, welches in den verschiedensten Disziplinen auch unter Biophotonenfeld, morphogenetisches Feld oder auch Aura bekannt ist.

Nun stellen Sie sich einmal vor, dass sowohl der Vater, als auch die Mutter ein solches Feld erzeugen. Beide Felder zusammen ergeben so ein Familienfeld. In dieses Feld werden wir hinein geboren. Von diesem Feld werden wir in den ersten Jahren unseres Lebens entscheidend geprägt.

Nun stellen Sie sich einmal weiter vor, das Feld des Vaters wäre ein rotes Feld, das der Mutter ein Gelbes. Das Familienfeld wäre dann ein grünes Feld. In diesem Feld sind allerdings auch alle Wünsche, Sorgen und Ängste beider Eltern eingespeist. Und unter diesem Druck sollen wir uns frei entfalten?

Das heißt: durch das Familienfeld werden uns unbewusst Denk- und Verhaltensmuster aufgeprägt, die nicht unbedingt unseren eigenen Intensionen entsprechen, aber so unseren Lebensweg entscheidend vorbestimmen.

Menschen erschaffen sich ihre Welt selbst

Auch Sie sind Ihr eigener Schöpfer und Regisseur Ihrer problematischen Situationen, Ihres Leides und Ihrer Lebenskrisen.

Unglaublich aber wahr! Genau so schnell, wie Sie mit Ihren Gedankenmustern und Ihrer Lebenskraft die momentane Situation geschaffen haben, können Sie auch wieder damit aufhören. Dann beginnt die sofortige Veränderung in Ihrer Familie, Partnerschaft oder für Ihr Unternehmen. Sie werden an diesem gelingenden und natürlichen Leben Freude finden.

Bewusstseins-Coaching ist gedacht sowohl für Einzelpersonen, Familien, Partnerschaften, wie auch Firmen -bzw. Unternehmensstrukturen.
Die Menschen sind sehr überrascht, wenn Sie im Rahmen des Coaching feststellen, dass sich alle erlernten Sichtweisen, Vorurteile und Rücksichten 1:1 in der scheinbar „neuen“ Familie, Gruppe bzw. unternehmerischen Zusammenarbeit wieder finden.
Diese aufgeprägten und erlernten Verhaltensmuster werden in der Kindheit als so genanntes Selbstbild und Weltbild ungeprüft aus der Welt der Eltern oder anderer wichtiger Bezugspersonen übernommen. Dadurch wird die Fülle an Möglichkeiten für eine gesunde Familiendynamik auf das schmale Spektrum damaliger Eindrücke und Rückschlüsse reduziert. Innerhalb dieses begrenzten Wahrnehmungsspektrums ergeben sich dann natürlich auch nur die gleichen Situationen und die gleichen Ergebnisse, wie Sie sie bis heute erlebt haben und erleben. Wenn Ihnen diese Ergebnisse nicht mehr zusagen und Sie Ihre aktuelle Lebenssituation auf den Prüfstand stellen wollen, rufen Sie uns gerne an.

Nach einem Coaching wird für Sie nichts mehr so sein wie davor, aber alles wird möglich sein, was Sie bisher in Ihrem Leben für „unmöglich“ gehalten haben. Das macht Spaß! Lassen Sie sich anregen, neue Gedanken, neue Einsichten und damit eine neue Aussicht für Ihr Leben zu bekommen. Beim Coaching gehen wir ganz speziell auf Ihre aktuellen persönlichen Lebensfragen ein, um diese klar stellen. Damit ist Ihnen die sofortige praktische Umsetzung im Rahmen der Familie oder eines Unternehmens bzw. in Ihrem beruflichen Umfeld möglich.

Sie werden die Dinge gelassener, und IHR Leben mit IHREN Augen sehen!

Eine Einzelsitzung dauert ca. 2 Std.

Termine erfragen Sie bitte unter: 06353 - 507 348                                                                 


“Die Lebenskraft ist nicht im Menschen eingeschlossen, sondern umstrahlt ihn wie eine leuchtende Kugel und kann in die Ferne wirken. In diesen halbstofflichen Strahlen kann die Vorstellungskraft eines Menschen gesunde oder krankmachende Wirkungen hervorrufen.”
Paracelsus, 1493-1541
         



Papa prägt Schönheitsempfinden der Tochter

ATTRAKTIVITÄTSFORSCHUNG
 
 
Wer als Mädchen eine enge Bindung zum Vater hatte, bevorzugt als Erwachsene Männer mit Gesichtszügen, die denen des Vaters ähneln. Dies ergab eine Studie mit 49 polnischen Frauen. 
 
Lynda Boothroyd von der Universität Durham und zwei polnische Kollegen baten die Frauen, die jeweils älteste Töchter waren, die Attraktivität von 15 männlichen Gesichtern zu bewerten. Dann ließen sie die Teilnehmerinnen einen Fragebogen ausfüllen, mit dem sie die Qualität des Vater-Tochter-Verhältnisses in der Kindheit erfassen wollten. Anschließend verglichen die Forscher bestimmte Gesichtsmerkmale mit Bildern der jeweiligen Väter. 
 
Für die Gruppe als gesamte Einheit stellten die Wissenschaftler keinen Zusammenhang zwischen den Attraktivitätsvorlieben und dem Aussehen der Väter fest. Als sie jedoch nur jene Frauen betrachteten, die in der Kindheit ein ausgesprochen gutes Verhältnis zum Vater hatten, kristallisierte sich eine Übereinstimmung heraus. Dabei spielten insbesondere Nase, Augen und Kinnpartie eine wichtige Rolle. 
 
Dies unterstreiche die bislang eher unterschätzte Bedeutung der Beziehung zu den Eltern für die Partnerwahl, so die Forscher. Solche Erkenntnis brächten nicht nur die evolutions- und fortpflanzungsbiologische Forschung weiter, sondern seien auch bedeutend für Disziplinen wie Paarberatung und Psychologie. (af) 
  
  
QUELLE: Evolution and Human Behaviour 10.1016/j.evolhumbehav.2007.02.006 (2007), Abstract


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Eltern prägen die Religiosität ihrer Kinder nachhaltig

Aus religiösen Familien gehen häufig religiöse oder areligiöse Kinder hervor, seltener Kinder mit einer "mittleren" Einstellung zur Religion, berichten Professorin Dr. Brigitta Rollett und Dr. Marion Herle (Wien).

Die Psychologinnen befragten in ihrer Untersuchung 188 Psychologie- und Pädagogik-Studierende, in der Mehrheit Frauen. Die Hälfte bekannte, an Gott zu glauben.
 
Professor Dr. Thomas Slunecko und Dr. Brigitte Kainz (Wien) bestätigen in einer Studie: "Die Religiosität der wichtigen ersten Bezugsperson ist mit dafür ausschlaggebend, wie stark sich das eigene Leben religiös orientieren wird - und zwar unabhängig davon, ob dies dann in einer eher intrinsischen oder extrinsischen religiösen Orientierung zum Ausdruck kommt. Zum anderen sind offenbar Bindungserfahrungen mit dieser Person ebenfalls für die religiöse Orientierung wichtig."
 
Quelle: Psychologie-Aktuell.com
 



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Nach Traumatisierungen der Vorfahren können ihre Enkel erkranken

Bei Nachfahren aus Migrantenfamilien können behandlungsbedürftige Symptome auftreten, die aus Traumatisierungen von Vorfahren resultieren. Dr. Bertram von der Stein, Psychotherapeut in Köln, berichtet in "Psychoanalyse" über die Problematik und erläutert sie anhand aktueller Einzeldarstellungen.
  
Beispiel: "Ein 40jähriger Mann spricht ausgeprägt rheinischen Dialekt. Als er der Karnevalsprinz seines Wohnortes werden soll, entwickelt er eine schwere Depression mit somatoformen Schmerzen sowie passageren Derealisationserscheinungen, die ihn zwingen, auf seine Prinzenrolle zu verzichten. Seine bekannte Umgebung kommt ihm seltsam verändert, fremd und unwirklich vor.
 
Eltern und Großeltern waren als Flüchtlinge überangepasst und verleugneten ihre Herkunft. Die Großmutter idealisierte die verlorene Heimat, in der sie als Adelige gesellschaftlich eine größere Rolle gespielt habe. Die Doppelbotschaft, sich anzupassen, aber die Idealisierung des Vergangenen nicht infrage zu stellen, führte zu einem Identitätskonflikt des Patienten. Auf dem Höhepunkt seiner Erkrankung bezeichnete der Patient sich überkritisch als ´verlogenen Opportunisten´, der sich im Karneval ´dem gemeinen Volk´ anbiedern wolle."
 
Eine längere stationäre Behandlung in einer psychosomatischen Klinik und eine Gruppenpsychoanalyse ermöglichten die Überwindung des Konflikts. Das schmerzliche Durcharbeiten der narzisstischen Abwehrformation ließ die quälenden Symptome zurückgehen. Dem Patienten gelang es, "Altes mit Neuem zu verbinden, dennoch blieb ein Gefühl der Fremdheit vor allem in Gruppen bestehen."
 
Bei deutschen und ausländischen Patienten mit einem Migrationshintergrund der Vorfahren sieht Stein eine häufig unerkannte psychohistorische Problematik, deren Behandlung vor besondere Herausforderungen stellt - insbesondere dann, wenn der Therapeut selbst aus einer Flüchtlingsfamilie stammt.
 
Bertram von der Stein:
Verborgene Traumatisierungen und transgenerationelle Traumaweitergabe bei Nachkommen von Migranten in: Psychoanalyse 10/2-06, S. 137-150
 
Pabst Science Publishers
Eichengrund 28
49525 Lengerich
Tel. 05484-308
Fax 05484-550
E-Mail: pabst.publishers@t-online.de
www.pabst-publishers.de – www.psychologie-aktuell.com
 
Pabst Science Publishers (Lengerich/Westfalen) veröffentlicht zehn psychologische und neun medizinische Fachzeitschriften; darüber hinaus erscheinen bei Pabst aus den gleichen Fachbereichen mehr als hundert Bücher jährlich - teils wissenschaftliche Spezialtitel, teils allgemeinverständliche Fachliteratur.


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Warum unsere Körper "Seelchen" sind

Ein Bericht von Ursula Seiler aus der Zeitschrift "ZeitenSchriften" 50/2. Quartal 2006
 
Sind dicke Menschen liebevoller als dünne? Kann ein schmerzender Muskel eine schmerzende Seele verbergen? Lesen Sie, was unser Körper über unser Innenleben verrät.
 
Unsere Körper sind, so sagte es kürzlich ein „Experte", hoffnungslos veraltet: Sie hinken der menschlichen Evolution um gut und gerne zweihundert Jahre hintennach. Noch immer rechnen sie nämlich mit Seuchen und Hungersnöten, die jederzeit drohen könnten (und in gewissen Teilen der Welt auch heute noch höchst real sind), und neigen daher zur Vorratshaltung. Da sie nie wissen, wann's wieder mal länger nichts zu futtern gibt, lieben sie es, Fettpölsterchen für schlechte Zeiten anzulegen. Schließlich geht's um nicht weniger als ums Sein oder Nichtsein.
 
Wir finden diese Aussage aus zwei Gründen interessant: Erstens, weil sie nahe legt, dass der Körper über eine Art Erinnerungsvermögen verfügt und zweitens, weil der Schluss nicht fern liegt, dass dieses Erinnerungsvermögen in tatsächlich schon Erlebtem gründet. Sprich: Es sind unsere eigenen Körper, die früher schon einmal mit Hungersnöten konfrontiert waren, und deshalb bereitet ihnen die Erinnerung daran soviel Furcht.
 
Denn wie man in der ZeitenSchrift schon öfter lesen konnte, kommt der Mensch immer wieder auf die Welt. Und immer wird er vom selben Körper-Elementarwesen begleitet, einem treuen Diener, der Leben auf Leben für ihn aus derselben Atomarsubstanz einen neuen Körper baut.' Hat der Körper nun mal unter einer Hungersnot gelitten, wird er daher sehr verstört auf jede Form von Nahrungsentzug reagieren.
 
Der Körper vergisst nicht
Unser physischer Körper ist umgeben von der sogenannten „Seele". Diese wiederum setzt sich zusammen aus dem Emotionalkörper, welcher auf der Ebene der Moleküle unsere Gefühle speichert, sowie dem Mentalkörper, welcher auf Atomarebene unsere Gedankenwelt trägt. Und schließlich der Ätherkörper, manchmal auch Vitalkörper genannt, der sich wie eine zweite Haut an unseren physischen Körper schmiegt und auf der Elektronenebene unsere Erinnerungen trägt – und zwar nicht nur die aus dem jetzigen Leben. Das ist die Erklärung dafür, dass es Leute gibt, die scheinbar ohne Grund eine panische Angst vor dem Schwimmen haben – sie sind in einem früheren Leben ertrunken. Das ist der Grund, weshalb der kleine David, ansonsten ein unbeschwertes und fröhliches Kind, jedes Mal in hemmungsloses Weinen und Angstgebrüll ausbricht, wenn seine Eltern ihn alleine auf ein Karussell oder eine kleine Eisenbahn setzen: Seine Eltern haben nämlich im sechsten Schwangerschaftsmonat einen schweren Unfall gebaut, den das Körperelementarwesen im Bauch der Mutter natürlich miterlebte.
 
Dass diese Theorien nicht einfach nur esoterisches Gesäusel sind, belegt auch das kürzlich erschienene Buch Körperschmerz – Seelenschmerz – Die Psychosomatik des Bewegungssystems von Hildegund und Peter Heinl. Beide waren maßgebliche Wegbereiter für die so genannt Psychosomatische Orthopädie: Sie fanden heraus, dass Schmerzen des Bewegungsapparates oftmals einen psychischen Grund haben. Wie beispielsweise bei dem 62jährigen Mann, der zum ersten „Fall" von Hildegund Heinl werden sollte, als er 1972 in ihre Praxis kam. Er litt unter unerträglichen Rücken- und Gliederschmerzen. Die intensive orthopädisch-physikalische Behandlung hatte überhaupt keine Besserung gebracht. „An seinem Dialekt er kannte ich sogleich, dass der Mann ein Heimatvertriebener aus dem Egerland (Tschechien) war. Als ich ihn auf seine Heimat ansprach, ging erstmals ein versonnenes Lächeln über sein trauriges Gesicht. Dieses Lächeln berührte mich tief", schreibt die Autorin. Gespräche mit ihm förderten zutage, dass er seit seiner Heimkehr aus sibirischer Kriegsgefangenschaft, also seit 25 Jahren an den Beschwerden leide, und zwar vor allem im Winter. Die Autorin wurde hellhörig, und noch mehr, als der Mann sagte, zum ersten Mal seien die Schmerzen in diesem Jahr am ersten nasskalten Tag im Oktober aufgetreten, als Schneeflocken auf seinen Mantelkragen fielen und seine Wangen berührten. „Augenblicklich waren ihm Kälteschauer über den Rücken gelaufen und die Schmerzen im Rücken und in den Gliedern hatten begonnen. Noch im Laufe des Tages hatten die Schmerzen so zugenommen, dass er sich kaum mehr hatte bewegen können."
 
Die Therapeutin gelangte zur Überzeugung, dass „die Krankheit in einem Zusammenhang mit den 25 Jahre zurückliegenden, traumatischen Leiberfahrungen von Hunger, Kälte und existentieller Bedrohung stand, die dieser Mann in drei Jahren sibirischer Gefangenschaft erlitten hatte". Also regte sie ihn dazu an, über seine sibirische Gefangenschaft zu erzählen. Es schien, als erlitte er all die furchtbaren Erfahrungen noch einmal: „Er schauderte und zitterte heftig am ganzen Leib. Unerträgliche Rücken- und Gliederschmerzen stellten sich ein. Panik und Todesängste spiegelten sich auf seinem Gesicht, als er sich dem Schrecken von Krieg und Gefangenschaft in seinen inneren Bildern wieder gegenüber sah. Seelisch und körperlich durchlitt er die in ihm gespeicherten Erfahrungen, als verfüge sein Körper über ein Gedächtnis", schreibt die Autorin.
 
Das tut der Körper tatsächlich. Sie hüllte den armen Mann in warme Decken, legte ihn auf eine Liege und beruhigte ihn durch eine sanfte Berührung, bis die körperlichen Symptome allmählich abklangen und er sich warm und geborgen fühlte. Anschließend behandelte sie ihn statt mit einer physikalischen mit einer Wärmetherapie, wobei sie all jene Anwendungen vermied, die beim Patienten Vorstellungen und Kälte hätten auslösen können. Überdies lehrte sie ihn, schöne Bilder von warmen Szenen am südlichen Meer zu visualisieren, oder Bilder aus seiner Jugend, die für Wärme und Geborgenheit standen: Wie er in der Bauernstube am warmen Kachelofen saß, auf dem die Bratäpfel schmorten.
 
Der Patient wurde auf diese Weise wieder gesund, nachdem einige Ärzte vorher sogar darauf gedrungen hatten, ihn in eine psychiatrische Klinik einzuweisen. Mit fröhlichen Kinderszenen im Schnee gelang es Heinl auch, in ihm die traumatische Verquickung von Schnee bzw. Kälte und Leiden zu lösen – so sehr, dass er kurz darauf nur leicht bekleidet im Schnee spazieren ging und sich wohl dabei fühlte. Die Heilung hielt übrigens an.
 
Der Körper scheint in der Tat kaum etwas zu vergessen, was ihm angetan worden ist – und liege es auch noch so weit zurück. So sollte einem 46jährigen Mann aufgrund seiner starken, therapieresistenten Rückenschmerzen ein Gipskorsett angelegt werden. Er hatte nichts dagegen einzuwenden gehabt, doch als der Gips anfing, trocken zu werden, fühlte er sich so stark in seiner Atmung eingeengt, dass er sich „in einem Anfall von Panik die Gipslagen vom Leib riss, in sein Krankenzimmer lief und sich dort auf sein Bett warf. Hildegund Heinl vermutete einen Grund in der Vergangenheit, beruhigte den Mann und verstärkte dann den Druck ihrer Hand auf seinem Brustkorb. Langsam stiegen in dem Mann Erinnerungen daran auf, was seine Panik ausgelöst hatte: „Wie er mir, immer noch erregt, berichtete, war das U-Boot, auf dem er als junger U-Boot-Matrose während des Krieges gewesen war, abgesunken. Nur knapp war die Besatzung dem Erstickungstod entronnen." Drei Jahrzehnte später hatte das Gipskorsett, das Druck auf seine Brust ausübte, diese längst verdrängte Erinnerung schmerzlich wieder wachgerufen.
 
Wenn die Seele schmerzt
Doch nicht nur Angsterlebnisse lassen im Körper ihre Spuren zurück. Auch psychisch Unverarbeitetes hinterlässt dort seine schmerzlichen Spuren. Die Bauersfrau, die unter starken Schmerzen im Schulter-Arm-Bereich litt, hatte diese Schmerzen, wie Heini herausfand, aus einer nicht geäußerten Wut über das Verhalten ihres Sohnes, der sich von seiner Frau scheiden ließ und ihres Mannes, der sich aus Kummer darüber allabendlich im Wirtshaus betrank. Obwohl die Frau diesem Zusammenhang gegenüber nicht offen war, gelang es Heini, sie zur „Übung" zu überreden, mit dem rechten, ansonsten praktisch bewegungsunfähigen Arm heftig auf ein Kissen zu schlagen, und so unbewußt ihre Wut herauszulassen. Und oho! Wie sehr der Arm zuschlagen konnte – und wie sehr die Frau zuschlagen wollte! Endlich konnte sie ihren Zorn herauslassen, wenn auch völlig unbewußt, und siehe da – die Schmerzen im Arm verschwanden völlig.
 
Das Leben ist also gewissermaßen tatsächlich lebensgefährlich, sprich, seine Verletzungen äußeren sich früher oder später auch im Körper, der ebenfalls ein eigenständiges Wesen mit einem eigenen Bewusstsein ist und nicht einfach nur eine fleischliche Hülle, die wir zum Herumspazieren in dieser Welt benötigen.
 
Gewisse Richtungen der Bioenergetik kennen die fünft Charakterstrukturen des Menschen, welche das Ergebnis frühkindlicher Konfliktbewältigungen seien: Das, was der Mensch am Anfang seines Lebens erlebt, wo er noch besonders ungeschützt und verletzlich ist, hat eine prägende Wirkung auf seinen Charakt.


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Letzte Aktualisierung am 06.05.2008