Allergie - Staubsaugen stoppt Asthma nicht!
Nun erfahren wir alle, was Allergie-Immun seit Jahren predigt. Nämlich dass
weder Bettwäsche, noch Staubsauger gegen Allergien etwas ausrichten können.
Bereits vor einigen Jahren hat ein Junge unsere Therapie durchgeführt,
nachdem wir ihn in einer „Arabella hilft“ Sendung gesehen hatten. Dort wurde der
Mutter von Steven feierlich ein angeblicher Allergie-Staubsauger überreicht, der
allerdings wohl nur kurzzeitig in Betrieb genommen wurde. Schon damals hatten
wir verlautbaren lassen, dass die Sache mit den Haustaubmilben und dem
Hausstaub wohl eher eine Verkaufsstrategie cleverer Manager war, um ihre
- wie wir heute wissen - nutzlosen Produkte an den Mann bzw. den
Allergiker zu bringen. Aber auch Mediziner bliesen ins gleiche Horn, und so war
schnell der Mythos der gefährlichen Hausstaubmilbe geboren.
Ebenso war durch unsere Forschungen hinlänglich bekannt, dass Aufenthalte am
Meer oder in den Bergen nur kurzzeitig Erleichterung bringen, nämlich dann, wenn
Allergene gemieden werden oder ganz einfach aufgrund der Vegetation nicht
vorhanden sind. Nach wie vor ist die sinnvollste Anwendung, wenn man die
zugrunde liegenden falschen biologischen Informationen im Körper korrigiert, wie
es die PSP-Anwendung seit Jahren mit Erfolg tut.
Übrigens hatte Steven aus der
"Arabella hilft" Sendung weder eine Allergie
auf Hausstaubmilben, noch auf sonst einen Stoff, der vielmals und gerne als
Pseudo-Bösewicht herhalten muss. Ebenso werden den Pollen viel zu viel
Aufmerksamkeit gewidmet, denn sie sind bestenfalls die Tropfen, die das ohnehin
gestörte Fass letztendlich zum Überlaufen bringen.
Der Körper von Steven reagierte übrigens unter anderem auf Weizen, und wusste
gar nicht, dass er sich damit selbst schadete. Das lag und liegt daran, dass die
biologischen Informationen auf Stoffe hauptsächlich vererbt werden, wie eine
Augenfarbe. Auch gegen eine Augenfarbe wird der Körper nichts unternehmen, weil
es für ihn so normal ist, wie es für ihn auch normal ist, gegen harmlose Stoffe
in den Krieg zu ziehen. Nach einigen Jahren wandte sich die Mutter von
Steven wieder an uns, weil sie bei Ihrem Sohn leichte allergische Reaktionen
beobachtete. Auch dieses mal konnten wir Steven helfen (siehe Beitrag der Mutter im Forum). Hier zeigt sich
auch wieder, dass man unsere Blutanalyse nach einem Zyklus von 2 bis 3 Jahren
wiederholen sollte, denn in der Welt in der wir leben können sich schnell mal
wieder ein paar kleine Fehler einschleichen. Ihr Auto bringen Sie auch
regelmäßig zur Inspektion.
Da hilft u. E. auch die ganze Diskussion um Antikörper nichts, die
angeblich ein Indiz für Allergien sein soll. Immunglobuline (=Antikörper) dienen
nach Auffassung der Schulmedizin zur Abwehr von körperfremden Erregern. Sie
werden nach Art ihres Aufbaus und ihrer Funktionen in fünf Klassen eingeteilt:
IgG, IgA, IgM, IgD und IgE. Die zentrale Idee: Der Nachweis von IgE bzw. in
einigen Fällen IgG soll angeblich ein Anzeiger für vorhandene Allergien sein.
Gegen diese Annahme spricht zunächst einmal die Tatsache, dass trotz niedriger
IgE-Werte trotzdem Allergien vorhanden sein können. Weiterhin gibt es
nachweislich Fälle, in denen trotz hoher IgE-Werte überhaupt keine Allergien zu
beobachten sind. Also lassen Sie sich nicht länger einreden, Allergien seien
nicht heilbar, nur weil in der Schulmedizin die Ursachen unbbekannt sind.
Ihr Allergie-Immun-Team
Hier nun der Beitrag:
Allergie - Saugen stoppt Asthma nicht
Dieser Befund widerspricht den Erwartungen: Hausstaub-Asthmatiker können sich
den aufwendigen Kampf gegen Milben und deren allergieauslösende Stoffe sparen.
"Wir können mit Sicherheit sagen, dass es keinen Bedarf für teure Staubsauger,
Matratzen-Hüllen und chemische Verfahren gegen Hausstaub-Milben gibt, weil diese
Verfahren nichts nutzen", erklärt Peter Gotzsche, Direktor des Nordic Cochrane
Centre (Kopenhagen).
Die Cochrane Collaboration ist ein internationales Netzwerk von Forschern und
Ärzten, die systematische Übersichtsarbeiten zur Bewertung von Therapien
erstellen. In diesem Fall hatten sie 54 Studien mit 3000 Asthmapatienten
ausgewertet. In einigen Untersuchungen sei die Hälfte der Allergene entfernt
worden, so die Wissenschaftler in "Cochrane Database of Systematic Reviews 2008"
(Bd. 2).
Die Analyse bestätigt Ergebnisse beispielsweise von Ärzten der Berliner
Charité. Sie schrieben im Journal "The Lancet" (Bd. 356, S. 1392), die Zahl
asthmatischer Kinder nehme nicht ab, wenn diese in sehr allergenarmer Luft, im
Wüstenklima oder in großen Höhen aufwachsen. Offensichtlich bedürfe es weiterer
Faktoren, damit ein Kind in allergenreicher Umgebung Asthma entwickle. Sie
hatten die Entwicklung von Kindern in den ersten sieben Lebensjahren
verfolgt.
dpa
erschienen am 6. Mai 2008
Quelle: http://www.abendblatt.de/daten/2008/05/06/877723.html
"Unser Immunsystem ist falsch gepolt"
Charité-Professor Wahn: Zunehmende Zahl von Allergikern schadet auch der
Wirtschaft
Moderation: Birgit Kolkmann
Nicht jeder Allergiekranke in Deutschland wird qualifiziert
behandelt, kritisiert Ulrich Wahn, Leiter des Allergiezentrums an der Berliner
Charité. Dadurch leide nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen. Arztkosten
und die Abwesenheit vom Dienst verursachten auch finanzielle
Belastungen.
Birgit Kolkmann: Wer sich jetzt freut über das frische Grün an Büschen und
Bäumen, die satten gelben Kätzchen an den Weiden, der gehört bestimmt nicht zu
den 18 Millionen Menschen in Deutschland, denen herumfliegende Pflanzenpollen
das Leben zur Hölle machen. Juckende, tränende Augen, geschwollene, triefende
Nasenschleimhäute, brummender Schädel: Heuschnupfengeplagte haben jetzt keine
schöne Zeit. Und wegen des Klimawandels fliegen inzwischen fast das ganze Jahr
Pollen umher, die immer irgendein Opfer finden. - Professor Ulrich Wahn ist für
viele Allergiker so etwas wie die letzte Hoffnung, denn Hilfe tut Not, wenn das
Immunsystem so verrückt spielt. Professor Wahn ist Chef des Allergiezentrums an
der Berliner Charité. Schönen guten Morgen!
Ulrich Wahn: Guten
Morgen!
Kolkmann: Professor Wahn, jeder Vierte ist betroffen. Nehmen
Allergien in erschreckendem Maße zu?
Wahn: Ja. Sie haben in der Tat in
Ihrer Anmoderation nicht übertrieben. Allergien sind bei uns zu einer Art
Volkskrankheit geworden und manche sprechen von der Epidemie des 21.
Jahrhunderts. Wir haben heute davon auszugehen, dass beispielsweise jeder vierte
Teenager an einem Heuschnupfen leidet.
Kolkmann: Sie sprechen die
Teenager an. Sie sind selber Kinderarzt. Ist die Situation der Kinder, der
Jugendlichen besonders schlimm geworden?
Wahn: Na ja, bei den Kindern
beobachtet man die Entwicklung früher und auch intensiver als bei den
Erwachsenen. Zwar ist es nie zu spät für die Entwicklung eines Heuschnupfens.
Auch Menschen, die bereits im Pensionsalter sind, können dies noch zum ersten
Mal bekommen. Aber bei den Allermeisten ist es doch in der Tat eine
Kinderkrankheit. Der allergische Marsch beginnt im ersten Lebensjahrzehnt - oft
schon im frühen Säuglingsalter. Bei Teenagern ist unser Immunsystem besonders
reaktiv. Dort beobachten wir die höchsten Zahlen von
Heuschnupfen.
Kolkmann: Sie sprechen von einem allergischen Marsch. Wie
muss man das verstehen? Die Umwelt und auch die Luft in den Industriestaaten ist
ja eigentlich sauberer geworden. Trotzdem diese erschreckende Zunahme an
allergischen Erkrankungen. Was passiert da in unserem Immunsystem?
Wahn:
Das ist die 100.000-Dollar-Frage, an der viele Arbeitsgruppen und
Forschergruppen auch in unserem Land sehr intensiv tätig sind.
Es kann
nicht einfach die Verschmutzung der Umwelt sein, wie wir noch vor zwei, drei
Jahrzehnten glaubten, die diesen epidemiologischen Trend, den wir beobachten,
erklärt. Es muss irgendetwas sich anders verhalten mit dem kindlichen
Immunsystem sein, was gegen harmlose Stoffe der Umwelt zu reagieren beginnt. Das
sind ja alles reine natürliche Stoffe: Blütenstäube, Tiere, auch Eiweiße aus
Nahrungsmitteln.
Viele von uns sagen, das Immunsystem unserer
Urgroßeltern noch, was ja mit Allergien kaum etwas zu tun hatte, was anders
beschäftigt war mit der Abwehr von Erregern - beispielsweise Bakterien, Viren
oder Pilzen -, dieses Immunsystem ist nicht mehr so gefordert durch
Infektionserreger und möglicherweise ist der Preis, den wir für die Gesundheit
unserer Kinder in dieser Richtung zahlen, die Allergie.
Kolkmann: Sind
wir also in gewisser Weise degeneriert?
Wahn: Na ja, ich möchte es nicht
unbedingt so bewerten, aber man kann das natürlich tun. Man kann sagen, unser
Immunsystem ist falsch gepolt. Es war mal für andere Dinge eingerichtet, nämlich
zur Abwehr von Mikroben und Mikroorganismen und jetzt fängt es an, auf Abwege zu
geraten. Die Forscher müssen versuchen, dies zu verstehen, um möglicherweise aus
diesem Verständnis heraus, neue Strategien zur Behandlung und neue Strategien
vor allem zur Vorbeugung zu entwickeln.
Kolkmann: Wenn das Immunsystem
also auf falsche Wege gerät, auf die schiefe Bahn quasi, wie kann man ihm die
Rote Karte zeigen? Sie sprachen eben davon, das ist die 100.000-Dollar-Antwort,
wahrscheinlich sogar die Million-Dollar-Antwort. Sie sagen, die Ärzte haben
relativ wenig in der Hand. Aber es ist doch einiges, was sie inzwischen tun
können?
Wahn: Ja, absolut. Man sollte die Dinge auch nicht für die vielen
Betroffenen dramatisieren. Wir sind heute glücklich, eine Reihe von hoch
wirksamen und vor allem gut verträglichen Medikamenten in der Hand zu haben, mit
denen wir den Betroffenen wirklich Hoffnung machen können. Aber das genügt
nicht! Symptomatische Behandlung kann nicht alles gewesen sein.
Ich will
Ihnen ein Beispiel geben. Man hat Bevölkerungsteile in Deutschland, die nun
exquisit wenig Allergien entwickeln. Dazu gehören diejenigen bayerischen
Bauernkinder, die in einem sehr traditionellen Bauernunternehmen groß werden,
die quasi im Kuhstall dann gefüttert werden oder Wand an Wand mit Schweinen und
Kühen oft leben. Man hat gefunden, dass in den Betten dieser Kinder in hoher
Konzentration Moleküle aus bakteriellen Zellwänden zu finden sind - viel höher
als dies in anderen Kinderbetten sonst der Fall ist.
Wir sind derzeit
dabei, diese Extrakte aus den bakteriellen Zellwänden in eine Art Impfung
umzumünzen. Im Tiermodell funktioniert das ganz gut. Wir haben eine große Zahl
allergischer Mäuse hier an der Charité, wo man dies schon sehr gut zeigen kann,
dass hinter dieser Beobachtung aus den bayerischen Bauernfamilien tatsächlich
ein Wirkprinzip zu liegen scheint. Und wir sind natürlich auch dabei, Ideen zu
entwickeln, wie man dies für den Menschen nützlich anwenden
könnte.
Kolkmann: Ich schließe daraus, wer sich viel in natürlicher
Umgebung aufhält hat auch mehr Abwehrstoffe gegen diese natürlichen Erreger, die
da kommen. Wir müssen vielleicht noch mal auf das Thema kommen: Welche Folgen
hat es denn eigentlich, wenn jeder Vierte an Heuschnupfen, an einer Allergie
erkrankt, auch wirtschaftlich für unser Land?
Wahn: Ja. Das ist in der
Tat etwas, was man gar nicht gravierend genug einschätzen kann. Es sind ja nicht
nur die direkten Kosten für Medikamente und Arztbesuche, die sie in Rechnung
stellen müssen, sondern sie müssen auch überlegen, was an Abwesenheit von
Schulen und Abwesenheit vom Dienst an indirekten Kosten dazu kommt. Die
Lebensqualität dieser betroffenen Menschen ist nicht immer, aber in vielen
Fällen doch erheblich eingeschränkt und man tut ihnen absolut Unrecht, wenn man
diese Symptome bagatellisiert.
Kolkmann: Wird zu viel
herumgedoktert?
Wahn: Leider ja. Es ist nicht so, dass jeder Patient in
die Hände von erfahrenen und qualifizierten Allergologen kommt, wie ich ihm das
wünschen würde. Ich war erstaunt, in einer Untersuchung neulich zu sehen, dass
zum Beispiel für an Heuschnupfen erkrankte Kinder 34 verschiedene Medikamente
verordnet wurden, von denen 20 überhaupt nicht auf der Liste der Leitlinien
standen. Also nicht jeder Patient wird qualifiziert behandelt mit den
Medikamenten, die wir heute anbieten können.
Kolkmann: Auf jeden Fall gut
beraten an der Charité in Berlin im Allergiezentrum. Dort ist Professor Ulrich
Wahn der Chef. Ich bedanke mich sehr für das Gespräch hier im Deutschlandradio
Kultur.
Quelle: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/773099/
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