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Für Allergiker die mehr "Wissen" wollen



Warum Allergien über schulmedizinische Therapien nicht heilbar sind

  1. Weil Allergien „nicht-materielle“ Erscheinungen sind, und die Schulmedizin auf materielle Erklärungsmodelle aufgebaut ist.
  2. Weil Allergien aufgrund von falschen „biologischen Informationen“ in Körperzellen ausgelöst werden und diese Phänomene in wissenschaftlichen Untersuchungen nicht berücksichtigt werden.

Information bestimmt das Originäre eines Atoms (Zeilinger, 2005). Mithin sind Moleküle, Zellen, Gewebe, Organismen und alle weiteren Strukturen, die sich hieraus ergeben, durch die ihnen innewohnende Information geprägt. Ein Teil dieser Information wird eukaryontischen Organismen in Form des Cytoplasmas der Eizelle mitgegeben, der andere Teil ist in der DNS des Zellkerns gespeichert. (Prof. Dr. Rothe, 2007).

In Organismen (Mensch, Tier und Pflanze) wird Information sowohl molekular als auch nicht molekular (in Form elektromagnetischer Vorgänge) gespeichert und transformiert. Die nichtmolekulare Informationsübertragung in Organismen erfolgt über Photonen, den "Wechselwirkungsquanten" (Heim, 1989; Dröscher und Heim, 1996) des elektromagnetischen Spektrums.

Photonen sind masselos, dennoch übertragen sie Energie und Information. Es gibt ~ 1o9 mal mehr Wechselwirkungsquanten (Bosonen und Photonen) als massebehaftete Quanten (Nucleosomen: Elektronen, Protonen, Neutronen) (Heim, 1989; Dröscher und Heim, 1996). Mithin sind auch in unserem Körper weit mehr Photonen zugegen als Nucleosomen. Ihre energetischen und informativen Eigenschaften machen die Photonen zu einem universell verwendbaren Steuerungs und Ordnungselement in der Biologie.

Organismen benutzen nicht nur Photonen, sie geben auch solche über ihre Oberfläche ab. Die Mengen sind allerdings sehr gering. Die biophysikalische Forschung hat mittlerweile die Wechselwirkung von Photonen und Molekülen auf der Ebene der Proteine und der DNS nachgewiesen. Das heißt: Alle Lebewesen interagieren mit der Umwelt und somit auch mit anderen Organismen. Energie und Information sind neben der Materie wesentliche Bestandteile des Lebens, werden aber von den traditionellen Wissenschaften ignoriert.

Allergien entstehen durch falsche „biologische Informationen“, die in Körperzellen gespeichert sind, und wahrscheinlich seit Generationen vererbt werden. Reagiert ein Allergiker auf einen harmlosen Stoff - wie z. B. Weizen - bedeutet das, dass in den Zellen des Allergikers die Information gespeichert ist, dass der Weizen '“ wie im Falle eines Virus - ein Feind ist. Erst durch diese (falsche) Information werden chemische Prozesse ausgelöst, wenn der Betroffene mit Weizen in Kontakt kommt. Es sind somit nicht die Stoffe (medizinisch Allergene), die für allergische Reaktionen verantwortlich zu machen sind, sondern vielmehr falsche Informationen der Zellen auf Stoffe.

Die falschen biologischen Informationen haben natürlich auch Auswirkung auf das Energiesystem des Körpers. Das Energiesystem wiederum hat Einfluss auf die Organe. Insgesamt kommt so das Biosystem aus dem Gleichgewicht, der Mensch wird krank. Das Lebendige besteht aus mind. 3 Ebenen, die sich gegenseitig (und in Interaktion zur Umwelt) beeinflussen.

Löst man allerdings auf der Informationsebene falsche biologische Informationen auf, kommt das blockierte Energiesystem wieder in den Fluss, so dass die dahinter stehenden Organe wieder ihre normalen Aufgaben '“ wie z. B. das Ausleiten von Metallen, die Produktion von Enzymen oder Hormone etc. - erfüllen können.

Warum die Schulmedizin bei der Auflösung von Allergien nicht helfen kann

Das „Lebendige“, so wie der Begriff "Information" sind keine Eigenschaften der Materie. Ein tief greifender Irrtum ist die Annahme, Information sei ein Phänomen der Materie, der schon zu zahlreichen Missverständnissen und schweren Folgefehlern geführt hat. Paradebeispiel sind die Versuche, chronische Beschwerden wie z. B. Allergien, auf rein wissenschaftlicher Basis zu erklären. Was Leben ist, was also das Lebendige ausmacht, vermochte bis heute naturwissenschaftlich niemand zu definieren.

Sicher liegt es daran, dass in den etablierten Naturwissenschaften nur materialistisch gedacht wird und darum nur solche Erklärungen zugelassen sind, die sich auf Eigenschaften der Materie beziehen, also sichtbar, messbar und wägbar sind. Doch das Lebendige besteht mehr als nur aus einem Haufen von Zellen, die 'rein zufällig' das machen, was sie machen. Schulmedizin basiert auf rein wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Das ist auch der Grund, warum sich schulmedizinische Anwendungen ausschließlich auf das Unterdrücken von Symptomen beschränkt. Die Ursachen liegen aber im Lebendigen selbst, dem nicht-materiellen Teil der Materie.

Neue Möglichkeiten bei Allergien

Allergie-Immun® - Privatinstitut für komplementärmedizinische Forschung - beschäftigt sich seit Jahren mit dem „Phänomen der Information“ und dessen Wirkung auf das Lebendige, dem Menschen oder dem Tier. Im Vordergrund steht die Annahme, dass zunächst alle biologischen Informationen in der DNS gespeichert sind, und dass sich solche Informationen, die z. B. bei einem Allergiker zu falschen chemischen Prozessen führen, korrigieren lassen.

Allergie-Immun® ist es gelungen, ein „Bioenergetisches Test- und Therapieverfahren“ zu entwickeln, um elektromagnetische Spannungen in den Zellen zu korrigieren, welche für eine falsche Aktivierung von chemischen Prozessen sorgen. Allergien entstehen demnach aus Fehlinterpretationen im Kommunikationsprozess von Zellen und Zellverbänden. Das heißt: Bestimmte Zellverbände halten zum Beispiel ein mit der Nahrung aufgenommenes Protein für eine Bedrohung und reagieren mit Abwehr. Proteine sind Sender und Empfänger elektromagnetischer Strahlung und treten mit dem elektromagnetischen System der DNA in Verbindung, so dass ein dauernder Informationsaustausch möglich ist.

Jede biologische Art besitzt ein spezifisches elektromagnetisches Spektrum, welches nach Art eines Radioempfängers detektiert werden kann, wobei jede Zelle die Gesamtmenge der DNS enthält, wie Klonierungsexperimente zeigen. Körperzellen sind spezialisierte Zellen, das heißt: von den biologischen Informationen, die auf der DNS gespeichert sind, wird nur ein Teil abgerufen. Da dennoch die Gesamt-DNS beibehalten wird, hat das System die Struktur eines holographischen Bildes, bei dem jeder Bildpunkt die Gesamtinformation des Bildes trägt. Die Synthese der gesamten DNS einer Zelle während der Zellkernteilung findet ihre Rechtfertigung in der Aufrechterhaltung der holographischen Struktur des Ganzen.

Durch das Allergie-Immun® Test- und Therapieverfahren lassen sich so über ein Tropfen Blut auf der einen Seite die Informationen strukturmäßig ermitteln, die im Körper zu Störungen führen, und auf der anderen Seite können diese Informationsstrukturen gegenpolig auf ein Medium (Energetikum als Informationsträger) geprägt werden, welche oral eingenommen für Veränderungen im Körper führen. Unsere Zellen sind lernfähig und nehmen natürliche Impulse an, um dem natürliche Zweck zu entsprechen.

Die derzeit verbreiteten Standard-Allergie-Test-Verfahren sind in ihrer Aussagefähigkeiten über den Ursprung der jeweiligen Allergien äußerst begrenzt und aufwendig und bedingen oft auch eine umständliche Belastung bzw. Handhabung für den Allergiker. Dazu sind beispielsweise als Standard-Untersuchung der Prick-Test zu rechnen, der trotz einer Vielzahl von Nadelstichen nur eine vor allem lokalbegrenzte Aussagekraft hat, sowie der Intrakutan-Test, der selten in einer normalen Arztpraxis durchführbar ist. Der Radio-Allergie-Sorbent-Test (RAST) basiert auf der Bestimmung von Antikörpern (Reagine) gegen bestimmte allergieauslösende Substanzen. Beim konjunktivalen Provokationstest wird ein vermitteltes Allergen auf die Haut und beim Epikutantest werden Pflaster mit unterschiedlichen einzelnen vermuteten Allergenen auf den Rücken geklebt, während man beim Yorktest ausschließlich proteinspazifische IgG-Reaktionen ermitteln kann und keine klassischen IgE-Allergien.

Das besondere am Allergie-Immun-Test und einem darauf basierenden Anwendungsmittel (Energetikum) ist seine universelle Anwendbarkeit sowohl auf die volle Spektrumsbreite aller denkbaren Allergien und allergie-auslösenden Substanzen als auch die einfache sowie praktische Weise das Verfahren durchzuführen.



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Fataler Irrtum in der Abwehr

Neue Therapien sollen Allergien bekämpfen. Die Ärzte träumen von einer wirksamen Prävention. Von Ute Eberle

Konservierungsmittel und Kakerlaken. Oder Kamillentee. Manchmal Latexhandschuhe, Penizillin, Seidenblusen, Sellerie. Das Reinigungsmittel für Kontaktlinsen. Dann die Klassiker: Katze, Hund und Schimmelpilze, Modeschmuck, Hausstaub, Bienengift, Nüsse, Milch, Soja, Pollen, Weizen. Die Liste der Stoffe, auf die ein Mensch allergisch reagieren kann, scheint endlos.

Und wen es trifft, für den kann das Leben zur Hölle werden. Wie für Melina Athanassiou aus Gießen. Mit elf Wochen begann das Baby, sich zu kratzen. Kratzte, statt zu schlafen, kratzte, bis sie blutverschmiert war. »Tage und Nächte sind gleich schwer zu überstehen«, schrieb ihre Mutter Nikoleta damals ins Tagebuch. Stufe eins der Erschöpfung ist erreicht, wenn sie nachts dreimal aufsteht, um Melina daran zu hindern, sich völlig aufzukratzen. Stufe zwei, wenn das Baby ab fünf Uhr gar nicht mehr schlafen will. Oft herrscht Stufe drei – wenn es überhaupt keine Ruhephase mehr gibt. Der Grund für die nächtliche Tortur ist eine Neurodermitis, ausgelöst durch Nahrungsmittelüberempfindlichkeiten. Anders gesagt: »nur« eine Allergie.

»Nur« eine Allergie haben in Deutschland Millionen, vor allem Kinder. Nahrungsmittelallergien erreichen ihren Höhepunkt statistisch im Vorschulalter, bei Asthma liegt er in den Teenagerjahren. Ungefähr dann setzt auch der Heuschnupfen ein.

Exakte Zahlen lassen sich schwer ermitteln. Je nachdem, was die Forscher abfragen – Symptome oder Arztdiagnose –, schwanken sie beträchtlich. Nun hat das Robert Koch-Instituts (RKI) erstmals repräsentative Zahlen für Deutschland erfasst. Bei jedem sechsten der 17641 bis zu 17-jährigen Probanden wurde bereits eine Allergie medizinisch diagnostiziert.

Eine Langzeitstudie des Allergologen Ulrich Wahn von der Berliner Charité unter 1314 Kindern setzt die Häufigkeit noch höher an. Demnach entwickelt eins von zehn Babys Neurodermitis, leidet jeder vierte Teenager an Heuschnupfen und bekommen acht Prozent Asthma. »In jeder Schulklasse etwa zwei«, sagt Wahn. Testet man, ob Kinder Antikörper gegen Allergene im Blut haben, also gegen bestimmte Alltagsstoffe sensibilisiert sind, schnellt der Anteil auf 40,8 Prozent.

Erschreckende Zahlen. Und Zahlen, die es früher so nicht gab. Zwischen 1973 und 1988 verdoppelten sich nach einer britischen Studie die Asthmafälle bei Schulkindern. Gleichzeitig legten Ekzeme um 150 Prozent zu. Von 1926 bis 1995 stieg die Zahl der Heuschnupfenfälle in der Schweiz um das 17fache. Ähnliches gilt wohl für ganz Westeuropa.

Warum der Anstieg? Und weshalb werden Menschen überhaupt allergisch? Über all das rätseln die Forscher. Wie verwirrend die Befunde sind, zeigt die International Study of Asthma and Allergies in Childhood (Isaac). Sie wurde 1991 begonnen, um erstmals einheitlich das Auftreten dieser Leiden in der Welt festzustellen. Insgesamt befragten Forscher 463801 Jugendliche in 56 Ländern nach allergischen Symptomen. Sie fanden Krankheitsraten, die bis um das 60fache auseinander klafften. Die niedrigsten Raten für Asthma fanden die Isaac-Forscher in Indien, Albanien, Indonesien und Rumänien, wo teilweise nur 1,6 Prozent der Jugendlichen unter chronisch entzündeten Atemwegen litten. Die meisten Asthmakinder fanden sie in Australien und Neuseeland, wo gut jeder Dritte betroffen war. Bei Heuschnupfen führten Nigeria und Paraguay die Liste an, bei allergischen Ekzemen lagen die Skandinavier mit Finnland und Schweden in der Topgruppe. Die geografische Verteilung sei »etwas unerwartet«, sagt diplomatisch Stephan Weiland, ein an Isaac beteiligter Epidemiologe der Universität Ulm.

Wenn aber schon Fachleute verwirrt sind, wie soll der Laie sich zurechtfinden? Die vergangenen Jahre brachten eine Flut von Studien mit teils konträren Ergebnissen. Demnach: schützt Stillen vor Allergien, möglicherweise aber nur vorübergehend,

- machen Katzen im Haus Kinder anfälliger für Überempfindlichkeiten, außer es leben dort gleich ganz viele Katzen,

- beugt eine staubarme Wohnung Allergien vor, nach anderen Befunden könnte das die Krankheit auch begünstigen.

Entsprechend widersprüchlich fallen die Ratschläge der Allergologen aus: Da werden staubmilbenabhaltende Bettüberzüge empfohlen oder verworfen, Haustiere geduldet oder verdammt. »Früher war alles klar«, sagt Ursula Krämer vom Institut für Umweltmedizinische Forschung in Düsseldorf. »Alles möglichst sauber und keine Tiere. Heute ist es ganz, ganz kompliziert.«

Doch es gibt auch gute Nachrichten. Im Wust der Daten beginnen sich Gewissheiten zu kristallisieren, die bei Medizinern Hoffnung wecken – vielleicht können sie Allergien bald verhindern.

Sie wissen schon seit langem, dass eine Allergie durch eine fehlgeleitete Abwehrreaktion des Körpers entsteht. Das menschliche Immunsystem wird täglich mit Millionen von Fremdstoffen bombardiert, von harmlosen Duftmolekülen bis zu todbringenden Viren. Aus bisher unerfindlichen Gründen zählt das Immunsystem von Allergikern dabei eigentlich unschädliche Alltagsstoffe zu den Feinden und beginnt sie zu bekämpfen.

Dafür bilden Immunzellen Antikörper vom Typ des so genannten Immunglobulins E. Kommt das Allergen in den Körper, heften sich die Antikörper erst an den Eindringling und dann an bestimmte Abwehrzellen (Mastzellen), welche in ihrem Inneren den Botenstoff Histamin bilden. Aktiviert von allergenbeladenen Antikörpern, überfluten die Mastzellen das umliegende Gewebe mit Histamin, was eine entzündliche Reaktion auslöst. Je nachdem, wo der Kontakt mit dem Allergen stattfindet, führt das zu Hautausschlägen, Übelkeit, Durchfall, Juckreiz oder Schwellung der Bronchien.

Für die Betroffenen ist das mehr als nur unangenehm. Kinder mit Asthma wachsen häufig schlechter und fehlen mehr in der Schule. Auch Heuschnupfenkinder haben überdurchschnittlich oft Schulprobleme. Selbst die Berufswahl ist manchmal eingeschränkt. Der Ärzteverband Deutscher Allergologen hat beobachtet, dass jedes Jahr rund 30.000 Jugendliche ihre Ausbildung aus Gesundheitsgründen abbrechen, und vermutet, dass häufig Allergien dahinterstecken, zumal es vorwiegend angehende Bäcker, Konditoren, Maler, Friseure, Metallarbeiter, Floristen oder Schreiner trifft – traditionell allergenintensive Branchen. Noch nicht mitgezählt sind Jugendliche, die einen Traumberuf wegen einer bekannten Überempfindlichkeit gar nicht erst antreten. So dürften etwa Asthmatiker in vielen Bundesländern nicht Polizist werden.

Im schlimmsten Fall reagiert der Körper auf ein Allergen mit einem Schock, an dem die Patienten sterben können. Etwa 2,4 Millionen Deutsche müssen fürchten, dass ein Nachmittag im Garten mit einem Kreislaufkollaps oder Ersticken endet, weil sie auf Insektengift allergisch reagieren. Auch kann es passieren, dass ein Betroffener von einer Allergieform zu einer anderen wechselt, ein Phänomen, das Ärzte als »allergologische Karriere« bezeichnen. So entwickelt etwa jeder dritte Heuschnupfenkranke später auch Asthma. Die damit einhergehende Atemnot tötete laut einer Statistik allein 1996 insgesamt 5348 Menschen in Deutschland, gut 14 pro Tag.

Trotz hoher Umweltverschmutzung hatten DDR-Kinder weniger Allergien

Die Veranlagung zur Allergie ist zweifellos genetisch bedingt. »Jedes Kind hat heute ein etwa 20-prozentiges Risiko, Allergiker zu werden«, sagt Eckhard Hamelmann von der Charité. »Ist aber bereits ein Elternteil allergisch, steigt sie auf 40 Prozent. Sind es beide: 80 Prozent.«

Doch die Gene allein erklären die rapide Zunahme der Allergien nicht. Lange vermuteten Forscher, dass die Umweltverschmutzung schuld sei. Die Wiedervereinigung bot die Chance, diese These zu testen. Man untersuchte Kinder in mit Schadstoffen belasteten ostdeutschen Regionen wie Halle und Leipzig und verglich sie mit Jugendlichen aus dem Westen. Immer wieder kam das Gleiche heraus. Die Kinder im Osten hatten durchaus Gesundheitsprobleme durch die »Dreckschleuderfabriken«, wie es Frank Friedrichs, kinderallergologischer Experte der European Academy of Allergology and Clinical Immunology (EAACI), ausdrückt. »Aber sie hatten kaum Asthma und Heuschnupfen.«

Konsterniert suchten die Forscher nach Unterschieden in der Umwelt. Und fanden sie auch. So leiden Heranwachsende, die einmal Würmer hatten, früh in Kindertagesstätten kamen, in großen Familien leben oder auf Bauernhöfen wohnen und oft in den Stall gehen, statistisch seltener an Allergien als andere Kinder. Diesen Faktoren ist eines gemeinsam, erkannten die Forscher: Sie konfrontieren das kindliche Immunsystem mit einer Fülle schädlicher Keime.

Darauf stützt sich die »Hygiene-Hypothese«: Vereinfacht besagt sie, dass ein Baby mit einem unfertigen Immunsystem geboren wird, das trainiert werden muss. Fehlen die dafür nötigen Gegner – wie Krankheitskeime oder Parasiten –, gerät es leicht außer Tritt und attackiert harmlose Alltagsstoffe. »Mit den ganzen Desinfektionssprays und der Hygiene überall scheint vielen Kindern etwas abhanden gekommen zu sein«, sagt Friedrichs. if(window.hideEmptyAdPlace){hideEmptyAdPlace('place_a5');}

Das bedeutet nicht, dass Schmutz automatisch gut ist. Oder gar, dass Eltern auf Impfungen verzichten sollten – Infektionskrankheiten wie Masern sind statistisch tödlicher als jede Allergie. »Die Art des Drecks ist entscheidend«, so Friedrichs. Nachgewiesen wurde eine allergiehemmende Wirkung bisher bei Tuberkulosebakterien, dem Darmspulwurm Ascaris und den so genannten Endotoxinen – Komponenten aus der Zellwand von Bakterien wie E.coli oder Salmonellen, die besonders in Kindergärten und Ställen üppig zirkulieren. Manche Forscher bezeichnen diese Keime als »alte Freunde« – Mikroorganismen, mit denen sich das menschliche Immunsystem seit Jahrtausenden auseinander setzt. Vermutlich ist auch wichtig, wann das Kind diesen Keimen begegnet. Das erste Lebensjahr scheint zentral zu sein.

Aufbauend auf der Hygiene-Hypothese, vermuten viele Forscher heute, dass eine ganze Reihe von Charakteristika des modernen, westlichen Lebens die Explosion an Allergien bewirkt haben, indem sie den Menschen »alte Freunde« rauben, aber sie gleichzeitig mehr exotischen Stoffen aussetzen. Dazu zählen Fernreisen, Fertiggerichte mit vielen Zusatzstoffen und gut isolierte Häuser, in denen Milben und Schimmel ein ideales Klima finden, ebenso wie pasteurisierte Milch, Antibiotika, wenig Geschwister und (keimreduzierte) Kaiserschnitte. Selbst die Fettsäuren der Margarine sind in Verdacht geraten, und möglicherweise spielen Schadstoffe wie Feinstaub, Stickoxide und Ozon eine zumindest unterstützende Rolle. »Die Zunahme an Allergien ist offenbar der Preis, den wir für unseren Lebensstil zahlen«, sagt Friedrichs.

Eindrucksvoll zeigte sich dies erneut in Ostdeutschland. Die aktuelle Kiggs-Studie zum Beispiel ergab, dass ältere Kinder, die dort vor dem Mauerfall geboren wurden, gegen die Erkrankung weitgehend gefeit sind. Bei jüngerem Nachwuchs dagegen konnten die Epidemiologen keinen Unterschied zu Kindern im Westen mehr feststellen. Wohl aber fanden die Forscher Differenzen zwischen anderen Bevölkerungsgruppen. So leiden Migrantenkinder seltener an Allergien als Kinder aus der Oberschicht. »Das hat sicher mit unterschiedlichen Lebensweisen zu tun«, so Martin Schlaud vom RKI.

Wurmeier und Bakterien helfen gegen Asthma und Neurodermitis

Daraus ergeben sich Ansatzpunkte, um Allergien wirkungsvoller zu bekämpfen. Bisher ist es nur möglich, allergische Symptome durch Medikamente wie Antihistamika oder Kortison zu unterdrücken oder den Körper durch die jahrelange Spritzkur, – eine Hyposensibilisierung – gegen ein Allergen »abzuhärten«. Doch an der Charité läuft derzeit eine Studie, bei der bisher 500 genetisch vorbelastete Babys sechs Monate lang dreimal täglich Endotoxin-angereicherte Tropfen bekommen – eine Art Impfung, die eine Fehlreaktion des Immunsystems von vornherein verhindern soll. Die Studie wird erst in einem Jahr ausgewertet, doch »die Gesamtinzidenz scheint bereits geringer als erwartet«, sagt Studienbetreuer Hamelmann.

Von Anfang 2007 an möchte er zudem Personen mit bereits etablierten Nahrungsmittelallergien oder Heuschnupfen Eier des (für Menschen harmlosen) Schweineparasiten Trichuris schlucken lassen, um zu testen, ob das die Immunreaktion reguliert. »Es gibt bereits gute Erfahrungen mit chronischen Darmentzündungen wie Colitis ulcerosa.« Und in der vergangenen Woche berichteten Schweizer Forscher, dass zehn Heuschnupfenpatienten nach einer Spritzkur mit Erbgutschnipseln aus Mykobakterien acht Monate lang symptomfrei geblieben sind.

Bereits erprobt ist ein Medikament, das die Allergie-Antikörper IgE blockiert. Das »Anti-IgE«, das regelmäßig unter die Haut gespritzt werden muss, ist in Deutschland bisher allerdings nur für schweres Asthma bei über Zwölfjährigen zugelassen.

Solche Entwicklungen stimmen viele Ärzte optimistisch. »Wenn die Allergologen es in den nächsten zehn Jahren nicht schaffen, eine Prävention zu finden und diese Epidemie des 21. Jahrhunderts umzukehren, dann haben sie versagt!«, sagt Wahn.

 

Quelle: Die Zeit (http://www.zeit.de/2006/41/MS-Allergien?page=1)



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Die «Allergie» - von der Ausnahme zur Regel

Immunität und Überempfindlichkeit als zwei Seiten einer Medaille

Als Clemens von Pirquet den Begriff «Allergie» vor 100 Jahren einführte, fasste er damit die Überempfindlichkeit und die Immunität zusammen. Heute wird der Allergiebegriff meist nur noch für einen bestimmten Typ von Überempfindlichkeitsreaktionen gebraucht.     

In der Medizingeschichte wurden immer wieder Menschen beschrieben, die heftig auf körperfremde Stoffe reagierten. Von Britannicus etwa, dem Sohn des römischen Kaisers Claudius, wird berichtet, wie sehr er sich bei den obligatorischen Militärübungen quälte. Sobald sich der junge Römer auf ein Pferd setzte, begannen seine Augen zu tränen und schwollen an, und im Gesicht bildete sich ein feuerroter Ausschlag. In anderen Quellen ist von Menschen die Rede, die empfindlich auf Insektenstiche oder bestimmte Nahrungsmittel reagierten. Der griechische Arzt Hippokrates vermutete, irgendetwas im Körper der Betroffenen hege eine Abneigung gegen den Fremdstoff, werde durch das Zusammentreffen aufgeschreckt und richte Unheil an.

Häufiger bei Gebildeten und Vornehmen

Oft wurde aber auch angenommen, die Fremdstoffe enthielten ein Gift, auf das einige Menschen empfindlicher reagierten als andere. Das gilt etwa für die Pollen, die Mitte des 19. Jahrhunderts als Verursacher des «Sommer-Katarrhs» oder «Heufiebers» entlarvt wurden. Zwar waren vom Heufieber nur wenige Menschen betroffen, wie der deutsche Mediziner Philipp Phoebus in einem 1862 erschienenen Buch beschrieb. Phoebus machte nach der Auswertung von Fragebögen und Literaturdaten jedoch eine interessante Beobachtung: «Die Krankheit ist häufiger bei Wohlhabenden, Gebildeten und Vornehmen als unter entgegengesetzten Verhältnissen.»

Warum aber erkrankten nur wenige Menschen, wo doch alle gleichermassen den Pollen ausgesetzt waren? Die Vermutungen, welche Faktoren den Menschen anfälliger für das Pollentoxin machten, waren damals vielfältig: kohlenhydratreiche Nahrung, scharfe und exotische Speisen, Stress durch das moderne Leben, Lärm, finanzielle Probleme oder der höhere Bildungsstand von Frauen. Für andere war das Heufieber eine Erkrankung, von der besonders Personen mit nervöser Konstitution betroffen waren.

Der Begriff «Allergie» tauchte zum ersten Mal in einem kurzen Beitrag in der «Münchener Medizinischen Wochenschrift» vom 24. Juli 1906 auf. Clemens von Pirquet, ein Wiener Kinderarzt, fasste darin zwei Phänomene zusammen, die er in seinem Klinikalltag beobachtet hatte und um die es damals verwirrende Diskussionen gab: die Immunität und die Überempfindlichkeit.

Einerseits profitierten nämlich die meisten Kinder von der Serumtherapie, die man seit Ende des 19. Jahrhunderts immer häufiger durchführte, um Infektionskrankheiten wie die Diphtherie zu behandeln. Dabei wurde den Kranken ein Heilserum gespritzt, das von immunisierten Tieren stammte. Andererseits beobachteten die Ärzte gelegentlich schwere Nebenwirkungen wie Fieber, Blutdruckabfall und Atembeschwerden. Diese Überempfindlichkeitsreaktionen traten dann gehäuft auf, wenn ein Antiserum zum zweiten oder gar dritten Mal gespritzt wurde.

Von Pirquet war der Meinung, «dass Immunität und Überempfindlichkeit aufs innigste miteinander verbunden sein können». Der erste Kontakt mit einem Fremdstoff führe zu einer veränderten Reaktionsfähigkeit des Körpers, wodurch die zweite Begegnung in eine schützende Immunität, aber auch in eine schädigende Überempfindlichkeit münden könne. «Für diesen allgemeinen Begriff der veränderten Reaktionsfähigkeit schlage ich den Ausdruck Allergie vor», schrieb von Pirquet, wobei er den Begriff vom Griechischen «allos» (anders) ableitete.

Der Wiener Kinderarzt machte sich auch Gedanken über den Mechanismus, der hinter der Allergie stecken könnte. Seiner Meinung nach waren die schützenden Antitoxine oder Antikörper unter gewissen Umständen in der Lage, Krankheitssymptome hervorzurufen. Die Begeisterung der Fachkollegen für diese Erklärung hielt sich allerdings zunächst in Grenzen - nach den Impferfolgen erschien es unglaublich, dass das Immunsystem selbst Schäden anrichten könnte.

Trotzdem war von Pirquets Veröffentlichung ein wichtiger Wendepunkt. Der Begriff «Allergie» fand mehr und mehr Verwendung, auch wenn er immer häufiger nur die «Überempfindlichkeit» ersetzte und der Aspekt der Immunität wegfiel. Weitere Forschungen brachten dann ans Licht, dass leichte wie schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, aber auch allergisches Asthma oder Heuschnupfen mit Fehlfunktionen des Immunsystems verknüpft sind. So entdeckte der Brite Henry Dale 1910 zunächst im Mutterkorn und später auch im menschlichen Körper das Histamin. Dieser Abkömmling der Aminosäure Histidin senkte im Tierversuch den Blutdruck oder beeinflusste die Kontraktion der Atemmuskulatur - Symptome, wie man sie von schweren Überempfindlichkeitsreaktionen kannte.

Mit dem Blutserum übertragbar

1921 gelang den deutschen Forschern Karl Prausnitz und Heinz Küstner der Nachweis, dass sich eine Allergie mit dem Blutserum eines Menschen auf einen anderen übertragen lässt. Bis zur Identifizierung des verantwortlichen «Reagins» vergingen dann aber noch über vierzig Jahre: 1967 isolierte das japanische Forscherehepaar Ishizaka aus dem Serum eines Pollenallergikers einen bis dahin unbekannten Antikörper-Typ, das IgE.

Dieser Antikörper-Typ dient eigentlich der Abwehr parasitärer Krankheitserreger. Allergiker produzieren jedoch auch grosse Mengen von IgE-Antikörpern gegen harmlose Umweltantigene. Eine Gruppe von Immunzellen, die sogenannten Mastzellen, kann diese IgE-Moleküle dann auf ihrer Oberfläche binden und schüttet nach einem erneuten Kontakt mit dem Antigen unter anderem Histamin aus. Dieses löst daraufhin die Symptome des Heuschnupfens, des allergischen Asthmas oder der Lebensmittelallergie aus.

Heute teilt man die Überempfindlichkeitsreaktionen in vier verschiedene Typen ein, an denen unterschiedliche Antikörper und Abwehrzellen beteiligt sind. Die von Pirquet beobachtete Serumkrankheit etwa ist eine Überempfindlichkeitsreaktion des Typs 3, bei Transfusions-Zwischenfällen oder der sogenannten Rhesus-Unverträglichkeit handelt es sich um den Typ 2 und bei Hautentzündungen nach Kontakt mit Medikamenten oder Chemikalien um den Typ 4. Mit dem Begriff «Allergie» ist heute jedoch meist nur noch der Typ 1 der Überempfindlichkeit gemeint, der durch die unheilvolle Wechselwirkung der IgE- Antikörper mit den Mastzellen ausgelöst wird.

Personen, die von einer solchen Allergie betroffen sind, wird seit je empfohlen, den Allergenen so weit als möglich aus dem Weg zu gehen. Eine lange Tradition haben daher Aufenthalte am Meer oder im Hochgebirge, Gegenden, die wegen des Windes oder der Höhe in der Regel pollenarm sind. Die wohltuende Wirkung einer solchen Luftveränderung konnte der niederländische Arzt van Leeuwen eindrucksvoll demonstrieren, als er 1923 mit drei Asthmatikern nach St. Moritz reiste. Die Patienten waren sofort beschwerdefrei, bekamen aber Atemnot, als Leeuwen sie eine aus der Heimat mitgebrachte Hausstaubprobe (Auslöser) einatmen liess.

Medikamentös können Allergien allgemein mit sogenannten Antihistaminika behandelt? werden, die die Wirkung des Histamins im Körper blockieren. Bei allergischem Asthma gibt es ausserdem Wirkstoffe, die überschiessende Entzündungsreaktionen der Atemwege hemmen oder die Bronchien erweitern. Seit Ende 2005 sind schliesslich auch Antikörper für die Therapie von schwerem Asthma zugelassen, die die IgE-Antikörper neutralisieren und dadurch die Histamin- Ausschüttung der Immunzellen verringern.

Um die eigentliche Ursache der allergischen Erkrankungen, die Fehlsteuerung des Immunsystems, zu korrigieren, gibt es aber auch heute noch nur eine Therapie: die spezifische Immuntherapie oder Hyposensibilisierung, bei der Allergikern ein Extrakt der allergieauslösenden Substanz - etwa aus Blütenpollen oder Hausstaubmilben - über einen längeren Zeitraum unter die Haut gespritzt wird. Kurioserweise ist gerade dieser Therapieansatz fast hundert Jahre alt; der Brite Leonard Noon führte sie im Jahr 1911 zum ersten Mal durch. Eigentlich war sein Ziel, bei Heuschnupfenpatienten eine Immunität gegen das, wie er glaubte, in den Pollen vorhandene Toxin aufzubauen. Tatsächlich - das weiss man allerdings erst seit wenigen Jahren - bewirkt die Therapie aber eine Vermehrung sogenannter regulatorischer Abwehrzellen im Blut; diese können die übersteigerte Immunantwort auf harmlose Umweltantigene hemmen.

Anmerkung der Redaktion: Die Annahme, dass die spezifische Immuntherapie oder Hyposensibilisierung die einzige Therapie gegen Allergien ist, ist effektiv falsch. Richtig ist jedoch, dass es sich um eine wissenschaftlich anerkannte Therapie handelt, einmal abgesehen davon, dass wissenschaftlich die Ursachen nicht bekannt sind und nur von Auslösern die Rede ist. Ein Auslöser hat nach unseren Erfahrungen aber nichts mit der Ursache zu tun.

Sprunghaft angestiegen

In den letzten Jahrzehnten ist die Häufigkeit von allergischen Erkrankungen sprunghaft angestiegen. Während vor 80 Jahren weniger als 1 Prozent der Schweizer unter Heuschnupfen litten, sind es heute rund 15 Prozent. Weltweit war nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation im Jahr 2002 mehr als jeder fünfte Mensch von einer Allergie betroffen. Wahrscheinlich sind daran viele Faktoren beteiligt, etwa die Veränderung des Innenraumklimas, die Ernährung oder Zigarettenrauch und Abgase. Wegen der verbesserten Hygiene und niedrigerer Kinderzahlen in den Familien muss sich das Immunsystem zudem in den ersten Lebensjahren nicht mehr so stark mit Infektionen auseinandersetzen und driftet daher offenbar in Richtung Allergiebereitschaft ab.

Da Allergien heute eher die Regel denn die Ausnahme sind, stellen sie auch einen nicht unerheblichen Wirtschaftsfaktor dar - Anti-Allergie- Produkte zählen zu den bestverkauften Medikamenten fast jeder grossen Pharmafirma. Dieser Boom treibt allerdings auch kuriose oder gar bedenkliche Blüten. Eine amerikanische Firma etwa versucht, transgene Haustiere herzustellen, die frei von jeglichen Allergenen sein sollen. Auch werden Tests angeboten, die abklären sollen, ob hinter Magen-Darm-Beschwerden, Juckreiz, Kopfschmerzen, Depressionen oder Übergewicht möglicherweise eine Nahrungsmittelunverträglichkeit steckt. Eine Fachkommission der Schweizerischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie warnt vor diesen Tests, bei denen sogenannte IgG4-Antikörper bestimmt werden, da sie sinnlos und irreführend seien.

Ulrike Gebhardt

Weiterführende Literatur: Mark Jackson: Allergy. The history of a modern malady. Reaktion Book LTD, 2006; K. Bergmann, I. Bergmann, H. Schadewaldt: Bebilderte Geschichte der Allergologie. Dustri-Verlag, 2004.                   

Quelle: NZZ Online  http://www.nzz.ch/2006/11/01/ft/articleELFEZ.html

 

Anmerkung der Redaktion: Bei herkömmlichen Allergie-Tests werden nur Auslöser ermittelt. Falsch ist nach den Erfahrungen von Allergie-Immun auch die Annahme, dass Allergene dafür verantwortlich sind, dass ein Allergiker darauf reagiert. Hiergegen spricht auch die Tatsache, dass nicht alle Menschen auf diese harmlosen Stoffe reagieren. Folglich kann es nur so sein, dass der Körper des Betroffenen selbst hier Fehler macht und kein Allergen. Fehler deshalb, weil er auf harmlose Stoffe wie Pollen & Co. falsch reagiert. Darum sind die Fehler selbst in den Regulationsmechanismen des Betroffenen zu suchen. Aus dieser Sichtweise heraus macht es auch wenig Sinn, einen regulationsgestörten Körper an ein oder mehrere Auslöser zu gewöhnen.

Vielmehr geht es darum, die gestörten Regulationsmechanismen in Ordnung zu bringen, wie es Allergie-Immun in den meisten Fällen gelingt, und nicht darum, einen bereits geschwächten Körper gegen etwas Harmloses abzustumpfen.    



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Biophotonenforschung im erfolgreichen Kampf gegen Allergien!

Biophotonen ermöglichen die Kommunikation zwischen den einzelnen Zellen. Ein Verständigungsprozess, der für unsere Gesundheit enorm wichtig ist, ja, der Gesundheit überhaupt erst möglich macht.

„Die Woche“ – eine anerkannte Fachzeitschrift berichtete in einer Notiz zur Biophotonenforschung über Lichtenergie in unserem Organismus. Sie steuert gemeinsam mit den körpereigenen Informationen die biochemischen Abläufe. Je höher die Lichtspeicherfähigkeit jeder einzelnen Zelle, desto höher ist der Beitrag für die zelluläre Ordnung. Auch über die Nahrung nehmen wir tagtäglich Lichtenergie auf. Der Mensch, so der [Biophysiker Prof. Fritz-Albert Popp*], sei nicht Fleischfresser oder Vegetarier, sondern vor allem ein Lichtsäuger.

So unglaublich das manchen erscheinen mag: Es ist Licht in unseren Zellen.

Weltweit haben Forscher nun bestätigt, dass unsere Körperzellen Licht abgeben. Popp spricht von Biophotonen. Photonen sind Lichtquanten, die physikalisch kleinsten Elemente des Lichts. Bio, weil sie von lebenden Zellen abgegeben werden. Das Licht, das die Zellen ausstrahlen, kann heute mit modernen Restlichtverstärkern sichtbar gemacht werden.

Der Mensch leuchtet?

Die Betrachtung von Krankheiten unter den Aspekten „System, Energie und Information“ ist offensichtlich der zentrale Ansatzpunkt für Allergien und viele andere Krankheiten, die wir als Ausdruck von veränderten Systemen erkennen.

Körperzellen leuchten und geben das Licht weiter. Bei einem kranken Organismus ist das Abstrahlen des Lichtes aufgrund einer Kommunikationsstörung gestört.

Unsere Fresszellen, die sogenannten Phagozyten, haben die Fähigkeit, Bakterien oder andere Fremdstoffe in sich aufzunehmen und sie dadurch unschädlich zu machen. Dieser Prozess, der in unserem Körper unentwegt stattfindet aber besonders dann auf Hochtouren läuft, wenn wir an einer Infektion leiden oder mit einer Allergie kämpfen, kann durch die Biophotonenanalyse gemessen werden. Und nicht nur das - der chinesische Wissenschaftler Sheng wies nach, das Phagozytose (Unschädlichmachung von Fremdstoffen im Organismus) über Biophotonen läuft. Biophotonen ermöglichen erst die Kommunikation zwischen den einzelnen Zellen. Jeder kann sich vorstellen, wie wichtig dieser Verständigungsprozess für unsere Gesundheit ist, ja, dass er überhaupt erst Gesundheit ermöglicht.

Allergien sind Systemstörungen

Die Betrachtung von Krankheiten unter den Aspekten „System, Energie und Information“ ist offensichtlich der zentrale Ansatzpunkt für Allergien und viele andere Krankheiten, die wir als Ausdruck von veränderten Systemen erkennen.

Körperzellen leuchten und geben das Licht weiter. Bei einem kranken Organismus ist das Abstrahlen des Lichtes aufgrund einer Kommunikationsstörung gestört.

Unsere Fresszellen, die sogenannten Phagozyten, haben die Fähigkeit, Bakterien oder andere Fremdstoffe in sich aufzunehmen und sie dadurch unschädlich zu machen. Dieser Prozess, der in unserem Körper unentwegt stattfindet aber besonders dann auf Hochtouren läuft, wenn wir an einer Infektion leiden oder mit einer Allergie kämpfen, kann durch die Biophotonenanalyse gemessen werden. Und nicht nur das - der chinesische Wissenschaftler Sheng wies nach, das Phagozytose (Unschädlichmachung von Fremdstoffen im Organismus) über Biophotonen läuft. Biophotonen ermöglichen erst die Kommunikation zwischen den einzelnen Zellen. Jeder kann sich vorstellen, wie wichtig dieser Verständigungsprozess für unsere Gesundheit ist, ja, dass er überhaupt erst Gesundheit ermöglicht.



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Aus der Biophotonenforschung

Lebewesen sind offene Systeme, denen äußere Energie und Information zugeführt wird. Die ständige Anregung etwa durch Nahrung und Sonnenlicht bewirkt eine dauerhafte Aussendung von Lichtquanten, den Photonen, so Prof. Popp.

Ebenso wie Popp geht Allergie-Immun® davon aus, das Licht der eigentliche Informationsträger des Lebens ist. Das Leuchten zeugt von einem extrem hohen Informationsaustausch in und zwischen den Zellen. In einer Zelle müssen circa 100.000 chemische Reaktionen pro Sekunde zum richtigen Zeitpunkt und an der richtigen Stelle gesteuert werden. Das machen die Biophotonen. Die wichtigste Matrize, der sie diese gigantische Informationsflut entnehmen, ist die DNS, so Popp weiter. Allerdings ist es auch erforderlich, dass die richtigen Informationen vorhanden sind, sonst wirken sie gegenüber der Umwelt als negative Kräfte und behindern so die körpereigene Regulation.

Hierzu schreibt das Institut Biophotonik - International Institute of Biophysics [siehe unten]:

Biophotonen (Biophotons) sind Quanten, die ständig von elektromagnetischen Feldern lebender biologischer Systeme "weit weg vom thermischen Gleichgewicht" abgegeben werden.

Die Theorie der Biophotonen, die an die Existenz aktiver DNA gebunden sind, erklärt unter anderem die Regulation des gesamten Zellstoffwechsels durch Photonen, die Mechanismen der Kommunikation der Zellen, Organe und Organismen, langreichweitige Regulationsvorgänge im Organismus, das Zellwachstum und dessen Begrenzung, den Zusammenhang zur verzögerten Lumineszenz ("delayed luminescence"), und in jüngster Zeit auch aktive supermolekulare Speicherprozesse in lebenden Geweben.

"Biophotonen regen Moleküle nicht nur zu chemischen Reaktionen an, sondern bewegen sie auch über elektromagnetische Feldkräfte in geeignete Positionen. Ohne Biophotonen würden wir in kürzester Zeit in eine Art chemischen Zellbrei zusammensinken. Darüber hinaus werden die übrigen Zellen durch Biophotonen über das Geschehen im Zellverband informiert. Nur das ermöglicht eine geordnete Verständigung über Wachstum, Koordination und Differenzierung", so Prof. Popp in einem Interview mit der Zeitschrift [GEO].

Nach der Theorie von Allergie-Immun® entstehen Allergien aufgrund von  Kommunikationsstörungen zwischen den elektromagnetischen Feldern eines biologischen Systems (Biophotonenfeld) und seiner Umwelt. Wenn Quanten (Informationen) ständig von elektromagnetischen Feldern eines lebenden Systems abgegeben werden, so ist es plausibel, dass dadurch eine Kommunikation mit der Umwelt stattfindet. Daraus folgern wir, dass eine Reaktion eines Betroffenen darauf zurückzuführen ist, dass falsche Informationen ein bestimmtes Aktionspotenzial ausdrücken. 

Die Bezeichnung "Quanten" wird allgemein für Elementarteilchen (nicht mehr weiter teilbare Teilchen) benutzt, wenn ihr korpuskulares und nicht ihr wellenartiges Verhalten im Vordergrund steht. Die Erkenntnis, dass jede Materie (Elektronen, Protonen, Atome, Moleküle,...) nicht nur Teilcheneigenschaft besitzt, sondern auch als Welle ("Materiewelle", de Broglie-Gleichung) beschrieben werden kann, ist eine der wichtigsten Errungenschaften der modernen Physik. Oft bezieht sich der Begriff Quanten jedoch auch auf kleinste Energieeinheiten, die von einem System auf ein anderes übertragen werden. Zurecht, denn diese Energieeinheiten haben wiederum sowohl Wellen- als auch Teilchencharakter.

Die Quantenmechanik hat gezeigt, dass nur Energieeinheiten (Quanten) einer bestimmten Größe von einem System zu einem anderen übertragen werden können. Die genaue Größe dieser Energieeinheiten hängt sowohl vom System ab, als auch vom Zustand, in dem sich das System befindet.

Das Prinzip Informations- und Energieregierung

Nach unserer Auffassung werden Körperfunktionen im wesentlichen biochemisch geregelt, aber durch unsere Informations- und Energiefelder regiert. Das heißt: allen biochemischen Prozessen sind Informations- beziehungsweise Energieprozesse übergeordnet.

Warum ist Energie mit Information gleichzusetzen?

Energie tritt in Bezug auf biologische Prozesse immer in einer bestimmten Weise auf. Das heißt, es ist nicht egal, wie viel Energie aufgewendet wird, um einen Prozess in Gang zu setzen. Es gibt vielmehr ein gewisses Energiefenster. Alle darüber- oder darunterliegenden Energiequantitäten führen zu einem anderen Ergebnis, indem ein anderer biochemischer Prozess ausgelöst wird. Die Bedeutung einer Information wird also immer nur im Bezugsrahmen, im Vergleich möglich. Der Berliner Informatiker Peter Rüdiger sagt: „Information ist eine Veränderung konkreter Quantität und Dauer.“

Wenn Zellen durch Biophotonen über das Geschehen im Zellverband informiert werden und durch elektromagnetische Feldkräfte chemische Prozesse ausgelöst werden, ist es nahe liegend, das ein falsches Energiepotenzial (der entscheidende Faktor ist die Information innerhalb des Systems) zu falschen chemischen Reaktionen führen. Da ein Energiepotential aus Quanteninformationen gebildet wird, sollte es möglich sein, die zugrunde liegenden Fehlinformationen korrigieren zu können.   

Diese Möglichkeit erforscht Allergie-Immun® seit vielen Jahren. Durch entsprechende Informationsimpulse ist es möglich, das allergieauslösende Energiepotential positiv zu verändern.

Homöopathen z. B. behandeln ihre Patienten nach dem vom Begründer der Homöopathie, Samuel Hahnemann, aufgestellten Grundsatz: „Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt“. Zu diesem Zweck werden Substanzen, von denen bekannt ist oder angenommen wird, sie könnten bei gesunden Menschen der Krankheit ähnelnde Symptome hervorrufen, in starker Verdünnung verabreicht. Das Verfahren zur Verdünnung wird von Homöopathen „Potenzieren“ genannt, weil sie glauben, dass die Wirkung der verdünnten Substanz durch dieses Verfahren nicht abgeschwächt, sondern verstärkt wird. Skeptiker bestreiten diese Theorie, weil keine Substanzen im homöopathischen Mittel nachzuweisen sind (was ich nicht sehe, kann es auch nicht geben, und schon gar nicht wirken). Doch hier könnte ein möglicher Schlüssel zur Lösung liegen, denn der deutsche Chemiker Kurt Geckeler und sein Kollege Shashadhar Samal kamen am südkoreanischen Kwangjuan Institute of Science and Technology durch Zufall? (Zufall nennt man Möglichkeiten, an die man nicht gedacht hat) zu der Entdeckung, als sie bestimmte Kohlenstoffatome, C60 Fullerene Partikel, untersuchten.
Sie entdeckten in der Lösung des Stoffes ungewöhnlich geformte Gruppierungen der Moleküle und beschlossen nach der Ursache für diese Bildung von „Molekülklumpen“ zu suchen.
Was Samal entdeckte, war ein für die Chemie völlig neues Phänomen. „Als er die Lösung verdünnte, nahm die Größe der Fulleren Partikel zu“, sagte Geckeler. „Es war gegen jegliche Intuition“.
Mit weiteren Experimenten konnten die Chemiker belegen, dass es sich nicht um einen Zufall gehandelt hatte (das wiederum nennt man wohl Erkenntnis). Sie wiederholten das Experiment mit einem zuckerähnlichen Molekül und entdeckten das selbe Verhalten. Versuche mit anderen Substanzen, wie DNS und Kochsalz führten zu dem gleichen Ergebnis.
Die Verdünnung führte typischerweise dazu, dass sich Molekül Aggregationen, eine Art von Verklumpungen der Moleküle, bildeten, die etwa zehnmal so groß waren, wie die in der Ausgangslösung. Das Wachstum war nicht proportional und hing von der Konzentration im Original ab.
Es wurde beobachtet, dass die Beschaffenheit der Lösung wichtig ist. Je dünner die Ausgangslösung ist, umso größer werden die Aggregate. Gerade in dieser Beobachtung könnte der Schlüssel dafür liegen, warum gerade das mehrfache Verdünnen der Substanzen zur Herstellung homöopathischer Heilmittel notwendig ist.
Doch eines haben solche Methoden gemeinsam: sie versuchen über Fremdinformationen von außen bestimmte Informationen in das System zu übertragen, um Reaktionen im Organismus zu erreichen. Es ist teilweise wie die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Dies kann unter Umständen dazu führen, dass es lange Zeit benötigt, um die richtigen Informationsimpulse zur Selbstregulation zu finden, und dem Körper zur Verfügung zu stellen.

Einen völlig anderen Ansatz verfolgt hier Allergie-Immun®. Das Privatinstitut für komplementärmedizinische Forschung ist folgender Frage nachgegangen: Wenn ein System durch Informations-Impulse von außen dazu veranlasst werden kann Veränderungen in sich selbst zu erzeugen, dann setzt das nach unserem Verständnis voraus, dass innerhalb des Systems Gegenimpulse (Informationen) vorhanden sein müssen, die auf Außenimpulse reagieren (Wechselwirkung).

Und genau diese Informationen aus dem gestörten System selbst kann Allergie-Immun ermitteln, und entsprechend modulieren. Wir haben so einen Fingerabdruck des Individuums, wobei der Fingerabdruck aus vielen Komponenten besteht. Das ist für uns auch der Grund dafür, dass z. B. andere Anwendungen wie Homöopathie, Bachblüten etc. (die zweifelsohne gut sind, aber nach unseren Erfahrungen nur Teile eines Gesamtsystems abdecken können) bei einer Person eine Wirkung erzielt und bei der anderen Person nicht.

Die Informationen, die ja alle verschiedene Strukturen haben, werden nach dem holographischen Prinzip über einen Teil des Ganzen zu ermitteln. Grundlage für die Analysen sind einige Zellen. Nicht um Inhaltstoffe zu ermitteln, sondern um die Informationen zu erhalten, die zu Fehlsteuerungen geführt haben. Die neue Physik spricht davon, dass unser System ein Teil des Ganzen ist und durch deren Wechselwirkungen beeinflusst wird. Sie spricht dabei von Wechselwirkungsteilchen wie zum Beispiel Photonen, die masselos sind und sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegen. In diesem Zusammenhang ist die Biophotonenforschung besonders interessant. Biophotonen übertragen Energie und Informationen und machen Leben überhaupt erst möglich.

Messungen von Prof. Popp ergaben, die Photonenstrahlung ist Licht mit höherem Ordnungsgrad, eine Art biologisches Laserlicht. Das kann nicht zufällig entstehen. Das ruhige und gleichmäßige Licht ist durch die Ordnung in der Lage, selbst Ordnung zu bilden und Informationen zu übertragen. Dazu ist es allerdings auch erforderlich, dass die Informationen im System selbst stimmen, sonst kann keine Kommunikation stattfinden.

Biophotonen sind zuständig für die Kommunikation im Innern des Organismus. Das heißt nach unserem Verständnis: wenn ruhiges und gleichmäßiges Licht Ordnung bildend ist und Informationen überträgt, so muss es möglich sein, durch die richtigen Informationen das kommunikationsgestörte System dazu zu veranlassen, wieder in seine Ordnung und damit in einen harmonischen Zustand zu gelangen.

Unsere eigenen Forschungen, die allerdings in der allgemeinen Wissenschaft nicht anerkannt ist (wie sollten sie auch, da es sich um Phänomene handelt), geben uns bisher Recht. Bis allerdings eine mögliche Anerkennung erfolgt, werden noch viele Jahre ins Land gehen, sehen wir doch deutlich die Schwierigkeiten, nichtmateriell ablaufende Prozesse wie z. B. in die Homöopathie oder die Biophotonenforschung wissenschaftlich zu begründen. Da stellt sich doch die Frage, ob die Wissenschaft überhaupt je in der Lage sein wird, das Leben selbst zu beweisen? 
 

Was bedeutet Biophotonen und Biophotonik?

Dazu schreibt das Institut:

Biophotonik
International Institute of Biophysics

ehemalige Raketenstation

Kapellener Str.

41472 Neuss

Telefon: 02182 - 825131 Fax: 02182 - 825132
E-mail: Biophotonik.KL@t-online.de

unter Leitung von Prof. Fritz Albert Popp:

Biophotonen (Biophotons) sind Quanten, die ständig von elektromagnetischen Feldern lebender biologischer Systeme "weit weg vom thermischen Gleichgewicht" abgegeben werden.

und weiter:

Die Theorie der Biophotonen, die an die Existenz aktiver DNA gebunden sind, erklärt unter anderem die Regulation des gesamten Zellstoffwechsels durch Photonen, die Mechanismen der Kommunikation der Zellen, Organe und Organismen, langreichweitige Regulationsvorgänge im Organismus, das Zellwachstum und dessen Begrenzung, den Zusammenhang zur verzögerten Lumineszenz ("delayed luminescence"), und in jüngster Zeit auch aktive supermolekulare Speicherprozesse in lebenden Geweben.

Biophotonik (Biophotonics) ist jene Wissenschaft und Technik, die sich mit der Analyse der Wechselwirkung von Photonen (elektromagnetischen Wellen) mit biologischen Systemen befaßt und sie nutzt.

Hier der gesamte Text des Instituts:

Unser Institut gehört laut google und yahoo zur Welt-Spitze auf dem Gebiet der Biophotonik ("Biophotonics").

Wegen der wachsenden Bedeutung der Biophotonen und der Biophotonik sind einige klärende Bemerkungen am Beginn unserer homepage sinnvoll, da eine sachliche und neutrale Behandlung dieses Themas nur selten zu gelingen scheint.

Biophotonen (Biophotons) sind Quanten, die ständig von elektromagnetischen Feldern lebender biologischer Systeme "weit weg vom thermischen Gleichgewicht" abgegeben werden.

Um 1923 entdeckte der damals bereits durch seine wissenschaftlichen Arbeiten ausgezeichnete Embryologe Alexander Gurwitsch eine schwache UV-Lichtemission aus lebenden Geweben, die er "mitogenetische Strahlung" nannte, um ihre zellteilungs-stimulierende Wirkung zu kennzeichnen. Dem Universitätsprofessor an der Moskauer Staatsuniversität, der in Deutschland studiert hatte, fehlte nur eine Stimme zum Nobelpreis, nachdem andere bedeutende Wissenschaftler der damaligen Zeit die Ergebnisse Gurwitsch´s bestätigen konnten.
Lediglich der erste amerikanische Rockefeller-Stipendiat Alexander Holländer, der in Gurwitsch´s Labor die Versuche nachprüfte, begann Zweifel an der Richtigkeit der Ergebnisse zu schüren. Mit der Erkenntnis, daß UV-Licht ohnehin auch das Zellwachstum auslösen kann, und mit der Entdeckung von wachstumsstimulierenden, Biomolekülen (Hormonen), mit den aufsehenerregenden Erfolgen der Biochemie wurde die Bedeutung der Gurwitsch-Versuche herunter gespielt und schließlich diskreditiert und verunglimpft. Die mitogenetische Strahlung geriet in Vergessenheit, sogar als schon kurz nach dem zweiten Weltkrieg durch die moderne Photomultiplier-Technik vorwiegend russische und osteuropäische Wissenschaftler die Existenz der Strahlung weiter absichern konnten. In der Folgezeit waren auch einige "westliche" Wissenschaftler wie Colli (Italien), Quickenden (Australien), Inaba (Japan) erfolgreich im Nachweis der Existenz einer extrem schwachen Lichtemission aus lebenden Organismen. Die damalige Theorie glaubte, Biophotonen seien zufällige Beiprodukte von Radikalreaktionen.
Um 1970 suchte der damalige Dozent Fritz-Albert Popp an der Universität Marburg nach einer 380-nm-Lichtemission aus lebenden Organismen, da er Zusammenhänge zwischen der krebserregenden Wirkung polyzyklischer Kohlenwasserstoffe und deren elektronischen Zuständen um 380 nm erkannte. Zusammen mit seinem Doktoranden Bernhard Ruth wies er diese extrem schwache Lichtemission aus biologischen Systemen mit modernster Technik nach, belegte als erster quantitativ die spektrale Intensität von mindestens 200 bis 800 nm, erkannte die Spektralverteilung "weit weg vom thermischen Gleichgewicht", und entdeckte als erster die Kohärenz der Strahlung, die er später zusammen mit dem chinesischen Physiker K.-H. Li sowohl experimentell als auch theoretisch belegen konnte. Um die Unterschiedlichkeit von der gewöhnlichen Biolumineszenz zu kennzeichnen und die Zugehörigkeit zur Quantenoptik (die bei einzelnen Photonen notwendig wird) zu betonen, bezeichnete Popp die Strahlen 1976 in Anlehnung an den Begriff "Biolumineszenz" Biophotonen. Trotz der teilweise verhöhnenden Reaktion deutscher Wissenschaftler wurde dieser Begriff "Biophotonen" von der internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft in China, Indien, Italien, Japan, Österreich, Rußland, Schweiz, Südkorea, USA und vielen anderen fortgeschrittenen Staaten aufgenommen. Über Biophotonen gibt es eine Vielzahl gut abgesicherter Arbeiten in der hochkarätigen wissenschaftlichen Literatur. (s. Bibliographie). Die Theorie der Biophotonen, die an die Existenz aktiver DNA gebunden sind, erklärt unter anderem die Regulation des gesamten Zellstoffwechsels durch Photonen, die Mechanismen der Kommunikation der Zellen, Organe und Organismen, langreichweitige Regulationsvorgänge im Organismus, das Zellwachstum und dessen Begrenzung, den Zusammenhang zur verzögerten Lumineszenz ("delayed luminescence"), und in jüngster Zeit auch aktive supermolekulare Speicherprozesse in lebenden Geweben.

Einige grundlegenden Literaturquellen:

  • , F.A., van Wijk, R., Niggli, H., Beloussov, L.V., Cohen, S., Jung, H.-H., Sup-Soh, K, Lipkind, M.,Voiekov, V.L., Slawinski, J., Aoshima, Y., Michiniewicz, Z., von Klitzing, L, Swain, J., Biophotons (Mutli-Author Review), Indian Journal of Experimental Biology 41 (2003), Vol.5, 391-544.
  • Popp, F.A., Yan,Y.: Delayed luminescence of biological systems in terms of coherent states. Physics Letters A 293 (2002), 93-97. Ruth,B. und Popp, F.A.: Experimentelle Untersuchungen zur ultraschwachen Photonenemission biologischer Systeme. Z.Naturforsch.31c (1976), 741-745.
  • Popp, F.A., Ruth,B., Böhm,J. Grass,P., Grolig,G., Rattemeyer,M., Schmidt.H.G., and Wulle, P.; Emission of visible and ultraviolet radiation by active biological systems. Collective Phenomena (Gordon&Breach) 3 (1981), 187-214.
  • Popp, F.A., Becker, G., König, H.L. and Peschka, W. (eds.): Electromagnetic Bio-Information. Urban&Schwarzenberg, München-Wien-Baltimore 1979.
  • Rattemeyer, M., Popp, F.A., and Nagl,W.: Evidence of photon emission from DNA in living systems. Naturwissenschaften 68 (1981), 572-573.
  • Popp, F.A., Gurwitsch, A.A., Inaba, H., Slawinski, J., Cilento,G., van Wijk, R., Chwirot,W.B., and Nagl, W.: Biophoton Emission (Multi-Author Review), Experientia 44 (1988), 543-600.
  • Popp, F.A., Gu,Q., and Li,K.H.: Biophoton Emission: Experimental Background and Theoretical Approaches. Modern Physics Letters B8 (1994), 1269-1296.
  • Chang, J.J., Fisch J., and Popp F.A.: Biophotons. Kluwer Academic Publishers, Dordrecht-Boston-London 1998.

  • Bajpai, R.P., Popp

Biophotonik (Biophotonics) ist jene Wissenschaft und Technik, die sich mit der Analyse der Wechselwirkung von Photonen (elektromagnetischen Wellen) mit biologischen Systemen befaßt und sie nutzt.

Der Begriff wurde in Anlehnung an "Biophotonen" von den beiden Wissenschaftlern Fritz-Albert Popp und Lev Beloussov (Lehrstuhl für Embryologie der Staatsuniversität Moskau, Enkelsohn Alexander Gurtwitsch´s) um 1990 eingeführt, um mit Hilfe moderner technischer Verfahren das Biophotonenfeld in den biologischen Geweben zu beeinflussen und zu analysieren. Wesentliches Instrument war dabei auch die Analyse der "delayed luminescence" (Messung der Photonenemission des lebenden Systems nach definierter spektraler Anregung, u.a. auch mit Laserstrahlung). Amerikanische Wissenschaftler griffen sehr früh diesen Begriff in eben diesem Sinne auf. Sie etablierten in der Zwischenzeit in den USA die heute weitaus stärkste wissenschaftliche Bewegung für "Biophotonics" (siehe google "Biophotonics"). Nach wissenschaftlicher Reputation und Akzeptanz stehen in Kooperation mit dieser amerikanischen Entwicklung international lediglich das "International Institute of Biophysics" (IIB e.V.) (www.lifescientists.de) etwa gleichwertig gegenüber.
Dieses IIB hat in seiner zwanzigjährigen Forschung vor allem auch eine Reihe von Anwendungen geschaffen und grundlegende Patente erteilt bekommen, so auf den folgenden Gebieten:
Krebsforschung , zum Beispiel Nachweis und Analyse charakteristischer Unterschiede zwischen Tumor- und Normal-Gewebe
Nachweis der Existenz der Meridiane (s. med.biophotonik.de)
Ganzheitliche Biophotonik am Menschen
Regulations-Diagnostik (s. med.biophotonik.de)
Lebensmittelqualitätsanalyse (s. www.biophotonen.com)
Wasserqualitäts-Prüfungen (s. Elektro-Lumineszenz, Aquaskopie)
Umwelt-Indikatoren
Bakterielle Kontamination
Arbeiten zum grundlegenden Verständnis von Leben, Gesundheit, Lebensmittel (s. www.biophotonik-international.de)

Die Biophotonik unseres Unternehmens bietet - gestützt auf erteilte Patente, auf wissenschaftliche Publikationen und auf jahrzehntelange Erfahrungen.

· Lebensmittelqualitätsanalyse - vergleichbare Proben werden im Maße ihrer Qualität eingestuft, und zwar objektiv, quantitativ und reproduzierbar.
· Aufdeckung geringster Qualitätsunterschiede in Wasser und Flüssigkeiten, die so gering sein können, daß sie mit anderen Methoden nicht nachweisbar sind.
· Individuelle und objektive Tests von Medikamenten über Blut- und Gewebeproben.
· Objektivierung des Selbstheilungspotentials und der Regulationsfähigkeit eines Menschen - Regulationsdiagnostik.
· Wirkungsnachweis sanfter Therapien

Die betreffenden Angebote finden Sie auf unserer homepage www.biophotonen.com

Gerne beraten wir auch individuell bei Nachfrage Tel. 02182/825131 oder iib(at)lifescientists.de

Wir stellen zukünftig auch entsprechende, bisher unübertroffene und rechtlich geschützte Meßgeräte her. Fortschrittliche Unternehmen machen bereits davon Gebrauch.

Die vom VDI eingeführte "deutsche Biophotonik" wird auf der homepage ausführlich von reputierten Zeitgenossen und Wissenschaftlern diskutiert (s. Ideenwettbewerb "Biophotonik")

Einige Beiträge zur Literatur:

  • Popp,F.A., Li,K.H., and Gu, Q. (eds.): Recent Advances in Biophoton Research and its Applications. World-Scientific, Singapore 1992.
  • Beloussov, L.V. and Popp, F.A. (eds.). Biophotonics. Proc. 1. Int. Alexander Gurwitsch Conference, Moscow State University 1994, Bioinform Services, Russia 1995.
  • Cohen, S. and Popp,F.A.: Low-level luminescence of the human skin. Skin Research and Technology 3 (1997), 177-180.
  • Beloussov, L.V., Popp, F.A., Voeikov, V. and van Wijk,R.: Biophotonics and Coherent Systems. Moscow University Press, Moscow 2000.
  • Popp, F.A.:Biophotonik - Experimentelle und theoretische Grundlagen nichtthermischer Lichtemission aus lebenden Organismen, sowie Möglichkeiten der Anwendung, Bundesamt für Naturschutz, Schriftenreihe H.67 (2001), 171-186.
  • Dürr, H.-P., Popp,F.A., and Schommers,W. (eds): What is Life? World Scientific, New Jersey-London-Singapore-Hongkong 2002.
  • Popp.F.A., Chang, J.J., Herzog,A., Yan Z. and Yan.,Y: Evidence of non-classical (squeezed) light in biological systems. Phys.Lett.A 293 (2002), 98-102.
  • Popp, F.A.:Lebensmittelqualitätsanalysen mithilfe der Biophotonik. Lebensmittel-Technologie 7-8 (2003).
  • Popp,F.A., and Beloussov, L. (eds.): Biophotonics. Kluwer Academic Publishers. Dordrecht-Boston-London 2003.
  • Prasad. P.N. Introduction to Biophotonics. Wiley,Hoboken, New Jersey 2003.
  • Van Wijk, R. and Shen, X. (eds.), Biophotonics, Springer-Verlag, Berlin - Heidelberg - New-York, 2005.

Quelle: http://www.biophotonen-online.de



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Biophotonenforschung aus Ost und West

Informative Wirkungen von Umweltbelastungen

von Marco Bischof
copyright 1991, Marco Bischof, Berlin.

Vortrag am Kongreß "Chemie-Umwelt-Mensch" - Krankheiten durch Chemikalien, neue Denkstrukturen. Internationaler Kongreß des Zentrums zur Dokumentation für Naturheilverfahren e.V. (ZDN), Essen, des Bundes für Umweltschutz und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Bonn, und des Ökologischen Ärztebundes, Bayersoien, am 25.Mai 1991, Lindau am Bodensee.


EINLEITUNG

Wir haben heute eine Methode zur Verfügung, mit der man Umweltbelastungen mit z.T. bisher unerreichter Empfindlichkeit nachweisen kann, mit der sich aber auch einige Belastungen bestimmen lassen, die bisher mit keiner anderen Methode erfasst werden können, wie z.B. die radioaktive Bestrahlung von Lebensmitteln und Gewürzen, wie sie heute zur Konservierung angewendet wird. Mit dieser Methode lassen sich außerdem synergetische Wirkungen mehrerer Belastungen messen, die sich ja durchaus nicht immer nur summieren (z.B. verschiedene Chemikalien, chemische Stoffe plus elektromagnetische Felder im "Elektrosmog", etc.).

Ich spreche von der Messung der "ultraschwachen Zellstrahlung" oder kurz Biophotonenmessung. Sie besitzt noch eine Reihe weiterer Vorteile in der Schadstoff-Analytik, wie ich im Folgenden ausführen werde. Sie weist aber darüber hinaus auch den Weg in eine ganz neue Dimension des Umweltproblems, wie Sie im zweiten Teil meines Referats hören werden.


DIE ENTWICKLUNG DER BIOPHOTONENFORSCHUNG

Die Entdeckung der Zellstrahlung geht auf den russischen Histologen und Embryologen Alexander Gurwitsch (1874-1954) zurück, der 1922 bei Versuchen zur Morphogenese (biologischen Formbildung) zum Schluss kam, daß Zwiebelwurzeln eine Art von Strahlung aussenden, die die Zellen einer zweiten Zwiebelwurzel zur verstärkten Zellteilung (Mitose) anregen. Er nannte sie aus diesem Grund "mitogenetische Strahlung". Gurwitsch nahm an, daß es sich um UV-Strahlung handeln müsse, war jedoch nicht in der Lage, mit den damals zur Verfügung stehenden Messinstrumenten ihre Existenz zweifelsfrei nachzuweisen. Durch weitere Forschungen kam er zum Schluss, daß diese Strahlung Ausdruck eines "biologischen Feldes" im Organismus sei, welches Formbildung und viele andere Lebensvorgänge steuere und auch bei der Krebsentstehung eine Rolle spiele. Nachdem anfänglich viele Wissenschaftler in Ost und West Gurwitschs Forschungen aufgenommen hatten, kam die wissenschaftliche Gemeinschaft im Westen Anfang der vierziger Jahre zum Schluss, diese Strahlung existiere nicht. Während Gurwitschs Arbeit in der Sowjetunion weitergeführt wurde, musste die Zellstrahlung im Westen nach dem 2.Weltkrieg wieder neu entdeckt werden. Diese Arbeit, durch die nun zur Verfügung stehenden modernen technischen Mittel (Photomultiplier) und theoretischen Grundlagen (Quantenoptik, Nicht-Gleichgewichts-Thermodynamik) auf einer neuen Grundlage möglich geworden, wurde vor allem vom deutschen Biophysiker Fritz-Albert Popp (Kaiserslautern) geleistet, der 1974 unabhängig von den sowjetischen Arbeiten das "Licht aus den Zellen" neu entdeckt hatte.
Wie sich nun herausstellte, handelte es sich bei dem extrem schwachen Licht (vergleichbar einer Kerzenflamme, die man auf 20 km Distanz sieht) nicht nur um UV-Strahlung, sondern um Photonen im gesamten optischen Bereich vom UV über das sichtbare Licht bis zur Infrarotstrahlung. Diese Strahlung ist bei allen Lebewesen vorhanden, tritt verstärkt auf bei der Zellteilung und beim Zelltod und reagiert sehr sensibel auf alle Arten von Einflüssen, denen die Zellen ausgesetzt werden. Popp konnte beweisen, daß es sich bei der Zellstrahlung um kohärentes Licht (Laserlicht) handelt, eine Voraussetzung dafür, daß das Biophotonenfeld im Organismus eine regulierende Funktion haben kann, wie Popp und andere Forscher annehmen. Einen Vergleich der Eigenstrahlung der Messapparatur (Rauschen) mit der Strahlung von Gurkenkeimlingen zeigen Abbildungen 1a und 1b.
Es konnten auch bereits eine Reihe von Anwendungen entwickelt werden. Neben der Umweltbelastungs-Analytik sind dies vor allem die Tumorforschung und die Nahrungsmittel-Qualitätsbestimmung.

DER EINFLUSS VON UMWELTEINFLÜSSEN AUF DIE BIOPHOTONEN-EMISSION VON BIODETEKTOREN

Die Verwendung von "Biodetektoren", d.h. von lebenden Organismen und Zellen, als Mess-"Instrumente" für den Nachweis sehr schwacher Einflüsse, die noch Gurwitsch zum Vorwurf gemacht wurde, könnte sich für die Zukunft als überaus fruchtbar erweisen. Statt Umweltbelastungen direkt zu messen, misst die Biophotonenanalytik Veränderungen in der Lichtemission von Gurkenkeimen, Hefezellen und anderen pflanzlichen, tierischen und menschlichen Zellen, die noch Einflüsse anzeigen, wo direkte chemische und physikalische Messmethoden nichts mehr erfassen können. Die herkömmlichen biochemischen und physikalischen Methoden haben zudem den Nachteil, daß sie nur solche Einflüsse nachweisen können, deren Natur bereits bekannt ist und nach denen gezielt gesucht wird. Mit Biophotonenmessungen lassen sich jedoch auch Einflüsse unbekannter Natur erfassen. Die Methode ist überdies nicht-invasiv, d.h. sie kann ohne Störung oder Zerstörung des untersuchten Lebewesens durchgeführt werden. Sie kann jedoch nicht generell die biochemische Analytik ersetzen, sondern sollte ergänzend zu dieser oder in den Fällen eingesetzt werden, wo die Biochemie versagt. Mit ihr können nämlich nicht wie in der Biochemie die einzelnen Einfluss-, Belastungs- oder Schadensfaktoren bestimmt werden, sondern sie erlaubt eine ganzheitliche Erfassung von Schädigungen oder Einflüssen; es handelt sich deshalb im Grunde nicht um eine "Analytik" im herkömmlichen Sinne.
Im Folgenden möchte ich die Ergebnisse einiger Messungen vorstellen, in denen mithilfe von Biophotonenmessungen verschiedene Arten von Umwelteinflüssen nachgewiesen werden konnten.

RADIOAKTIVE STRAHLUNG

Strahlung (Beta-, Gamma- und Neutronenstrahlung) ist eines der Gebiete, wo die Biophotonenanalyse empfindlicher als andere Verfahren ist. In seiner Dissertation in Experimentalphysik und in einer weiteren Arbeit konnte der Wiener Biophysiker Herbert Klima zeigen, daß der Faktor, um den sich die ultraschwache Zellstrahlung von Pflanzen nach einer radioaktiven Exposition erhöht, als zuverlässiges Mass für die Relative Biologische Wirksamkeit (RBW) der ionisierenden Strahlung genommen werden kann. Zur Bestrahlung wurden die schwächsten technisch herstellbaren radioaktiven Quellen benützt. Diese Methode ist wesentlich weniger aufwendig als die üblichen Methoden zur Ermittlung der RBW-Faktoren, erfordert im Gegensatz zu diesen keine Tieropfer und kann zudem bei ungefährlichen Strahlenbelastungen durchgeführt werden. Mit Klimas Versuchen konnte auch die Behauptung widerlegt werden, es gebe eine niedrigste Schwellendosis, unterhalb derer biologische Effekte nicht mehr auftreten.
Popp konnte zeigen, daß die konventionelle Keimfreimachung durch radioaktive Bestrahlung eine lange anhaltende Erhöhung der Biophotonenemission hervorruft. Die Erhöhung, die über 1 Jahr nachweisbar ist, beträgt anfangs über das Hundertfache. Zur Konservierung gamma-bestrahlter Pfeffer zeigt nach Lichtanregung eine signifikant höhere Photonenzählrate als unbehandelter Pfeffer unter sonst gleichen Bedingungen, d.h. gleicher Herkunft und gleichen Alters (Abbildung 2). Man kann mit der Biophotonenmessung noch Bestrahlungen mit Dosen von 1-10 kiloGray nachweisen, wobei die Biophotonenemission sich bei 1 oder 10 kGray nicht wesentlich unterscheidet. Die Empfindlichkeit reicht also aus, die übliche Bestrahlungsdosis, die in diesem Bereich liegt, nachzuweisen.

CHEMISCHE UMWELTBELASTUNGEN

Im Rahmen von Untersuchungen zum Waldsterben konnten P.Roschger und H.Klima vom Atominstitut der Österreichischen Universitäten in Wien zeigen, daß die Biophotonenemission aus Pflanzen ein geeigneter biophysikalischer Parameter ist, um die Einwirkungen von Stickoxiden auf Pflanzen zu untersuchen bzw. die schädigenden Wirkungen festzustellen. Die Wasserlinse erwies sich als geeigneter Bioindikator. Die Veränderungen der Biophotonenstrahlung der Wasserlinsenproben bei der Begasung mit NOx wiesen auf eine unmittelbare Wechselwirkung des Gases mit bestimmten Zellkomponenten hin; vermutet wird ein Einfluss auf die Photosyntheserate. Nach dem Emissionsverhalten der Zellen konnten drei verschiedene Dosisbereiche von NOx in Bezug auf die Wirkung auf Pflanzen unterschieden werden: 1) niedrige Dosen: Absinken der Photonenemission (Abbildung 3); 2) Mittlere Dosen: Ansteigen der Lichtemission, aber noch reversible Rückkehr zur normalen Photonenemission (Abbildung 4); 3) Hohe Dosen: Ansteigen ohne anschliessende Rückkehr zu den Normalwerten, d.h. irreversible Schädigung der Zellen (Abbildung 5).
Bei Atrazin ist Popps Arbeitsgruppe in Kaiserslautern in der Lage, durch Biophotonenmessung noch 700 Nanogramm/l nachzuweisen; die Messungen sind gut reproduzierbar. Zulässig sind in der Bundesrepublik 1000 Nanogramm/l. Bei anderen Stoffen liegen keine systematischen Forschungen vor; es wurden erst vereinzelte Messungen gemacht, die jedoch Hinweise auf die Nachweisbarkeit z.B. von Schwermetallkontamination von Feldfrüchten lieferten.

EINFLUSS VON UMWELTBEDINGUNGEN AUF DIE LEBENSMITTELQUALITÄT

Die Forschungen von Popps Arbeitsgruppe ergaben ausserdem, daß Umweltbedingungen für die Qualität von Nahrungsmitteln eine entscheidende Rolle spielen. Die Agrarwissenschaftlerin Barbara Köhler von der Universität Göttingen hat für ihre Dissertation unter streng kontrollierten Bedingungen Eier aus Käfig-, Boden- und Freilauf-Haltung auf die Unterschiede in ihrer Photonenemission untersucht, wobei es sich um Blindproben handelte. Das Eigelb der Eier aus Bodenhaltung und dasjenige aus Freilaufhaltung unterschieden sich signifikant durch ihre Photonenabstrahlung (Abbildung 6), während die Unterschiede zwischen Bodenhaltung und Batteriehaltung weniger deutlich sind. Chemisch lassen sich keinerlei Unterschiede feststellen.

INTERESSANTE BEOBACHTUNGEN DER BIOPHOTONENFORSCHUNG WEISEN AUF NEUE DIMENSIONEN HIN

Eine ganze Reihe von Phänomenen, die von Biophotonenforschern bei diesen und anderen Versuchen beobachtet wurden, weisen darauf hin, daß die Wissenschaft mit diesen Forschungen eine neue Ebene der biologischen Wirklichkeit betritt.

Wirkungen geringster Reize: Von der Biophotonenforschung, aber auch in der Forschung über die biologischen Wirkungen elektromagnetischer Felder wird immer wieder festgestellt, daß Lebewesen ausserordentlich empfindliche Detektoren sind. Sie reagieren noch auf geringste Reize, die von physikalischen Instrumenten nicht mehr festgestellt werden können. Um eine bestimmte Wirkung auszulösen, genügen oft sehr schwache Energien; nicht selten kommt es vor, daß nur diese schwachen Reize wirksam sind, während eine Erhöhung keine Veränderung bringt oder gar unwirksam ist. Offensichtlich ist auch, daß die schwachen Signale im Organismus irgendwie verstärkt werden.

Nichtlineare Effekte: Die Messungen zeigen oft kein 1:1-Verhältnis zwischen Dosis und Wirkung. Bei einer Erhöhung oder Erniedrigung der Dosis oder der Intensität eines Reizes erfolgt nicht einfach eine entsprechend stärkere bzw. schwächere Wirkung; oft stellt sich sogar eine Umkehrung des Effekts bei Erhöhung bzw. Erniedrigung über eine bestimmte Schwelle hinaus ein ("homöopathischer Effekt"). Solche nichtlineare Dosis-Wirkungs-Zusammenhänge kommen insbesondere auch bei synergetischen Wirkungen vor: zusammen wirken zwei Stoffe/Reize manchmal einander nichtlinear verstärkend, manchmal ebenso abschwächend, manchmal aber auch einander neutralisierend. "Mehr" bedeutet also nicht immer "besser" oder "stärker"; quantitatives Denken erweist sich zumindest als beschränkt gültig, muß vielleicht im Bereich des Lebendigen ganz abdanken.

Die nichtlinearen Effekte und die Wirkungen geringster Reize weisen auf ein "Prinzip des geringsten Aufwandes" hin, das man schon lange in der Natur vermutet hat (Taoismus, Leibniz, Maupertuis, Max Planck). Es scheint eine Art Optimierung in der Natur zu geben, ja man wagt es wieder, von einer "Intelligenz in der Natur" zu sprechen.

Schmale "Fenster" der Wirksamkeit: Aus der Forschung über die biologischen Wirkungen elektromagnetischer Felder stammt die Beobachtung, daß diejenigen Reize, die klare Wirkungen auszulösen vermögen, in der Regel nicht nur sehr schwach sind, sondern auch sehr schmale Intensitäts- und Frequenzfenster haben. Die Reize sind unter einer bestimmten Stärke unwirksam, über einer nur wenig höheren ebenfalls. Auch frequenzmässig sind sie sehr schmalbandig.

Erinnerungsfähigkeit biologischer System Eine weitere Beobachtung der Biophotonenforschung ist, daß biologische Systeme eine Art von Erinnerungsfähigkeit für frühere Zustände und Erfahrungen besitzen. Darauf weist z.B. die Nichtumkehrbarkeit vieler Prozesse hin. In einem gewissen Mass scheint eine solche Erinnerungsfähigkeit auch gewissen unbelebten Substanzen eigen zu sein (gewisse Metalle wie Nitinol, Glas). Wenn sich entsprechende Hinweise bestätigen sollten, wäre besonders eine Erinnerungsfähigkeit von Wasser von Konsequenz, spielt doch diese Substanz für das Leben auf dem Planeten Erde eine zentrale Rolle. Erinnerungsfähigkeit bedeutet auch Lernfähigkeit - ebenfalls ein Faktor, der auf eine gewisse "Intelligenz" hindeutet. Sollte sich diese Beobachtung bestätigen, so ist die Durchführbarkeit der von der Wissenschaft geforderten Reproduzierbarkeit zumindest empfindlich eingeschränkt.

NEUE MODELLVORSTELLUNGEN ZUR ERKLÄRUNG DIESER PHÄNOMENE

Solche Beobachtungen (es sind nur Beispiele) versucht die Biophysik heute im Rahmen neuer Modellvorstellungen zu erklären. Die hauptsächlichsten davon stammen aus

- der Nichtgleichgewichts-Thermodynamik (E.S.Bauer, von Bertalanffy, Prigogine)
- der Chaostheorie (aus der Mathematik)
- vor allem aber aus der Quantenphysik.

Nach Prigogine befinden sich Lebewesen, bei ständiger Energiezufuhr (Nahrung, Sonnenlicht etc.), in energetisch nicht ausgeglichenem Zustand mit der Umgebung (thermodynamischem Nicht-Gleichgewichts-Zustand). Durch Energieaufnahme bleibt ihre Ordnung erhalten, sie zerfällt nicht. Sie können sogar eine höhere Ordnung, komplexere Strukturen aufbauen.
Ausserdem können sie durch geringste Einflüsse ihren Ordnungszustand schlagartig ändern (eine Art "makroskopischer Quanteneffekt"), d.h. von einem ungeordneten Zustand in einen geordneten Zustand kippen, indem die vorher sich individuell verhaltenden Teilchen sich wie ein Ganzes verhalten ("kollektive Zustände"). Sie sind dann in der Lage, sehr sensibel auf Reize zu reagieren (Verstärkereffekt).
Der vor kurzem verstorbene Herbert Fröhlich sowie auch Popp und der sowjetische Biophotonenforscher Injuschin weisen darauf hin, daß dieses Modell einer wesentlichen Erweiterung bedarf. Ein solches "kohärentes Verhalten" einer grossen Zahl von Teilchen (Materie) ist nur durch das Wirken eines kohärenten elektromagnetischen Feldes zu verstehen, in das alle Materie eingebettet ist.

Erst durch die Verlagerung der Aufmerksamkeit von den Teilchen (Chemie) hin zu den Feldern, von lokalen Wirkungen zu Feld-Wirkungen (Systemwirkungen) beginnt das Verständnis des Lebendigen durch die Wissenschaft.

Und hier kommt nun der neue Aspekt der Information ins Spiel.


INFORMATIVE WIRKUNGEN IN DER BIOLOGIE

Beobachtungen der Biophotonenforschung wie die Wirkung geringster Reize, nichtlineare Effekte und die schmalen Fenster der Wirksamkeit weisen darauf hin, daß wir es hier mit informativen Wirkungen zu tun haben.
Obwohl der Schritt vom Teilchenaspekt der Wirklichkeit zu ihrem Feldaspekt - den allerdings ein großer Teil der Wissenschaft noch nicht vollzogen hat - bereits ein großer und wichtiger Schritt ist, drängt sich aus den genannten Beobachtungen und aus verschiedenen theoretischen Überlegungen von Physikern bereits ein noch weitgehenderer Schritt auf.
Nach der klassischen Physik muß immer Energie übertragen werden, damit Wirkungen ausgelöst werden (je mehr Energie, umso stärker die Wirkung). Viele experimentelle Beobachtungen können aber so nicht erklärt werden. Deshalb sagte der sowjetische Physiker Alexander Presman bereits 1968 - in seinem Pionierwerk über die biologischen Wirkungen elektromagnetischer Felder - bei den Wirkungen dieser Felder auf (und in) Lebewesen seien "informative Wirkungen" wahrscheinlich wesentlich bedeutender als Energieübertragung.
Vieles weist darauf hin, daß im Bereich der Biologie Informationsübertragung eine Schlüsselrolle spielt, die oft über Resonanzen von Schwingungen erfolgt. Als Informationen können dabei z.B. Veränderungen von Rhythmen und Frequenzen oder Energie-Schwankungen wirken.
Informative Wirkungen sind gezielt und deshalb ökonomisch (Prinzip des geringsten Aufwandes), aber oft nicht linear-kausal/lokal, d.h. sie greifen feldartig bei allen potentiellen Wirkorten (wo Resonanzen möglich sind) an, bis etwas "passt" oder "einhängt". Sie funktionieren nach dem "Alles-oder nichts"-Prinzip, das bereits vor über 100 Jahren bekannt war (Fechner-Weber`sches Gesetz): bei der Anwendung eines Reizes (z.B. bei kontinuierlicher Verstärkung) geschieht entweder nichts oder dann stellt sich die gesamte Wirkung ein, was bei einer ganz bestimmten Schwelle der Fall ist (wobei eine weitere Verstärkung nichts bringt). Wir haben es also mit gequantelten Wirkungen zu tun, was ein Hinweis darauf sein könnte, daß es sich um makroskopische Quanteneffekte handelt. Solche informativen Wirkungen verbreiten sich durch kohärente Verstärkungseffekte oft schlagartig über große Bereiche und scheinen eine große Reichweite zu haben.
Informative Reize scheinen die adäquateste und wirksamste Form darzustellen, um die empfindliche Regulation in biologischen Systemen zu beeinflussen, wahrscheinlich, weil diese selbst sich entsprechender Signale bedient.

DAS "INFORMATIONSFELD" UND SEINE BIOLOGISCHE BEDEUTUNG

Die informative Wirkung elektromagnetischer Felder ist ein Hinweis darauf, daß diese Felder einen bisher übersehenen Aspekt besitzen, der von allergrößter Bedeutung gerade auch für die Biologie ist.
Der sowjetische Mediziner Wlail P.Kasnatschejew, Mitglied der Akademie der Medizinischen Wissenschaften der UdSSR aus Nowosibirsk, hat in der Nachfolge von Gurwitsch ein Experiment durchgeführt, das diesen Aspekt zum Vorschein bringt. Ausgehend von einem Experiment von Alexander Gurwitsch machte Kasnatschejew folgenden Versuch, den er über viele Jahre hinweg unzählige Male mit Erfolg wiederholt hat: In zwei Petrischalen sind Zellkulturen, von denen eine mit Viren vergiftet wird. Die beiden Schalen können nur optisch durch eine Glasscheibe miteinander kommunizieren; Kontakt über chemische Substanzen ist ausgeschlossen. Wenn es sich bei der Scheibe um Quarzglas handelt, das UV-Licht durchlässt, so zeigen sich nach einer Weile die gleichen Vergiftungssymptome in der zweiten Schale, die keine Viren enthält. Bei gewöhnlichem Fensterglas, das für UV-Licht undurchlässig ist, geschieht nichts. Dieses Experiment, das allerdings bisher von keinem westlichen Wissenschaftler reproduziert werden konnte, scheint für eine interzelluläre Informationsübertragung über Biophotonen zu sprechen.
Nach Popp muß hinter dem von den Zellen abgegebenen Licht, wie es aussen als Biophotonenstrahlung gemessen werden kann, ein Biophotonenfeld in der Zelle stehen, das einer direkten Messung nicht zugänglich ist. Im Gegensatz zur "aktuellen Information" der emittierten Photonensignale handelt es sich bei diesem Feld um "potentielle Information". Dieses nicht messbare, hochkohärente holografische Feld aus stehenden Wellen mit seinen eigenartigen, wenig erforschten Eigenschaften entspricht wohl dem "Führungsfeld", wie der Einsteinschüler David Bohm seine "implizite Ordnung" auch genannt hat. Dieses allen anderen Feldern, aber auch der Materie zugrundeliegende Feld - das völlig anderer Natur ist als elektromagnetische Felder - bildet eine Dimension der Wirklichkeit, durch die/in der alles mit allem verbunden ist. Dadurch wird es zu einem alles durchdringenden "Informationsfeld", aus dem die schöpferischen Impulse stammen, die letztlich alles materielle Geschehen steuern. Dieses Feld besitzt eine innere, verborgene Struktur, die die Wahrscheinlichkeit für bestimmte Ereignisse erhöht, Möglichkeiten kanalisiert - was exakt einer sowjetischen Definition von Information entspricht.
Die Kohärenz- und Lasereigenschaften, die die Biophotonenforschung an lebenden Zellen und Organismen feststellt, bedürfen noch einer systematischen Erforschung. Es zeichnet sich allerdings bereits ein hochinteressanter Zusammenhang zu den bisher weitgehend theoretisch gebliebenen Erkenntnissen der Physik über die sogenannte "Vakuumenergie" bzw. das "Quanten-Potential" ab. Der sogenannte "Aharonov-Bohm-Effekt" hat gezeigt, daß in einem Nullfeld, das durch die gegenseitige Auslöschung zweier (oder mehrerer) elektromagnetischer Felder entsteht, zwar die elektrische und die magnetische Komponente tatsächlich Null werden, aber trotzdem ein sogenanntes elektromagnetisches Potential zurückbleibt, das physikalische Wirkungen haben kann. Nach einigen Forschern bauen sich alle elektromagnetischen Felder aus solchen Potentialen auf, die sie für fundamentaler als die elektromagnetischen Wellen halten. Und die Potentiale sollen nichts als eine Eigenschaft des leeren Raums (Vakuums) sein, nämlich lokale Raumkrümmungen. Die Topologie des Raums wiederum unterliegt einer direkten Wechselwirkung mit dem Bewusstsein. In diesem Modell, das Bohms "implizite Ordnung" auf etwas andere Weise beschreibt, besteht das Biophotonenfeld im Inneren von Organismen in erster Linie aus (nicht-elektromagnetischen) Potentialen oder "Skalarwellen" (Bearden); die messbare Biophotonenstrahlung ist Ausdruck von Veränderungen der inneren Raumhaftigkeit im Organismus oder in Bereichen davon, die wiederum z.B. durch seelisch-geistige Feld-Veränderungen, aber auch andere Einflüsse entstehen können.

ORGANISMEN ALS INFORMATIONSSPEICHER

Wie die Biophotonenforschung immer wieder zeigt, sind Lebewesen in der Lage, Licht (Informationen) zu speichern, das dadurch zu Biophotonen wird. Popp und andere Forscher konnten plausibel machen, daß die DNS-Spiralmoleküle der Erbsubstanz den Hauptspeicher der Biophotonen in der Zelle darstellen, wobei die DNS-Moleküle der Zellkerne möglicherweise mit anderen lichtspeicherfähigen Molekülsystemen (z.B. den Melaninen) kooperieren. Es spricht vieles dafür, daß im holographischen Biophotonenfeld des Gesamtorganismus die für das lebendige Funktionieren und die Weiterentwicklung des Organismus notwendigen Informationen gespeichert sind. Eine entsprechende Theorie, die auch auf Popps Arbeit aufbaut, haben Kasnatschejew und Mitarbeiter vor kurzem vorgelegt.
Bei der Informationsspeicherung im Organismus dürfte das Zusammenwirken des Feldes mit dem Strukturgedächtnis des Wassers, aus dem beim Menschen 60-70 % des erwachsenen Körpers besteht, eine wichtige Rolle spielen. Dies wird auch durch die Forschungen über die Grundregulation nach Pischinger wahrscheinlich.

EINE NEUE DIMENSION DES UMWELTPROBLEMS: DER INFORMATIVE ASPEKT DER UMWELTVERSCHMUTZUNG

Sollte die Gedächtnisfunktion des Wassers bestätigt werden, so haben wir es mit einem schwerwiegenden neuen Faktor der Umweltproblematik mit ebensolchen medizinischen Konsequenzen zu tun. Wasser ist nicht nur Hauptbestandteil der Organismen selbst, sondern auch wichtigstes Lösungsmittel und Medium der Stoffkreisläufe auf unserem Planeten. Mehr als 90 % aller Krebserkranklungen werden auf Chemikalien in Umwelt und Wasser zurückgeführt, während Viren und Strahlung usw. nur für höchstens 10 % aller Tumoren verantwortlich gemacht werden. Chemikalien, die im Wassermilieu der Umwelt transportiert werden und so in Trinkwasser und Nahrung gelangen, sind auch mit für die zunehmenden allergischen Beschwerden verantwortlich.
Wenn tatsächlich von diesen Chemikalien, aber auch von elektromagnetischen Feldern und Radioaktivität, im Wasser eine Information zurückbleibt, dann bleibt auch nach gründlichster Reinigung in Abwasser-Reinigungsanlagen ein Problem für die Gesundheit zurück. Diese Informationen hätten, wie die Forschungen von Cyril W. Smith und anderen vermuten lassen, dann wiederum die Fähigkeit, den Organismus über das Wasser zu beeinflussen. Diese Möglichkeit wird durch die Beobachtung erhärtet, dass Allergiker oft Probleme mit Trinkwasser haben. Viele von ihnen können nur Quellwasser oder dreifach destilliertes Wasser oder Wasser in Form von Fruchtsaft zu sich nehmen, einige verkraften nur Wasser, das für mehrere Tage im Erdboden vergraben war.
Auf einen möglichen "informativen Aspekt der Umweltverschmutzung" weist der sowjetische Biophotonenforscher Viktor M. Injuschin, Leiter der Biophysikalischen Abteilung der Kasachischen Staatsuniversität in Alma-Ata hin. Nach Professor Injuschin verändert z.B. radioaktive Strahlung durch Resonanz die Struktur des Wassers in Zellen und Extrazellulärraum. Diese Veränderungen persistieren wegen der Erinnerungsfähigkeit von Zellen und Wasser auch nach der Exposition, und da Wasser und elektromagnetisches Feld in den Zellen überdies Verstärkungsmechanismen besitzen, können so auch kleine Strahlendosen langdauernde Wirkungen haben. Die veränderten Wasserstrukturen können nach Injuschin zu pathologischen Veränderungen und Immunschwächung führen.
Zur "bioenergetischen Rehabilitation" von solchen Strahlenschädigungen hat Injuschin ein Verfahren entwickelt, das auf der Anwendung laserstrukturierten Wassers beruht. Das verwendete Wasser wird ausser mit besonderen Lasern auch mit Druck und mechanisch behandelt und soll eine spezielle chemische Zusammensetzung besitzen. Seine Wirksamkeit wurde durch Tests am Severtsov-Institut der Akademie der Wissenschaften der UdSSR bestätigt. Injuschin schlägt auch ein grossangelegtes Programm zur bioenergetischen Rehabilitation von Wasser in Staudämmen, Seen und Flüssen und von Vegetation und Tierwelt in Tschernobyl und anderen Strahlenkatastrophengebieten vor. In Alma-Ata ist bereits seit einigen Jahren die erste seiner Laser-Einheiten zur Reinigung und Strukturierung von Stadtabwässern in Betrieb.
Da sie den Strukturaspekt des Wassers, und somit den Aspekt der Verfügbarkeit von Schadstoffen, der durch die Wasserstruktur beeinflusst wird, nicht berücksichtigen, wirken konventionelle Kläranlagen ohnehin als eine Art von "Wasservernichtungsanlagen", wie Hacheney schreibt. Beim Bau solcher Anlagen wäre somit der informative Aspekt der Umweltverschmutzung ebenfalls zu berücksichtigen, wie dies Injuschin vorschlägt.
Unter diesem neuen Aspekt besitzen sowohl die chemische Umweltverschmutzung wie auch diejenige durch Radioaktivität und elektromagnetische Felder eine gemeinsame Wirkungsbasis: sie stören, blockieren oder verfälschen die internen biologischen Kommunikations- und Steuerungs-Mechanismen und -Kanäle in Organismen und Umwelt, deren Funktionieren auf dieser elektromagnetisch-informativen Ebene durch die neueste Forschung immer wahrscheinlicher gemacht wird. Erst eine Berücksichtigung dieses grundlegenden Aspektes wird Umweltschutzmassnahmen zu mehr als nur Symptombekämpfung machen. Methoden wie die Biophotonenmessung mit ihrer Verwendung von Biodetektoren, die in der Lage sind, solche informativen Wirkungen anzuzeigen, dürften aus diesem Grund eine zunehmende Bedeutung in der Umweltanalytik erlangen.

Quelle: http://www.transpersonal.de/mbischof/zdnlind.htm


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Das alte Modell "Antigen - Antikörper" bei Allergien

Allergien waren schon den alten Ägyptern bekannt, man wusste, dass z. b. Insektenstiche für empfindliche Leute tödlich sein können.
Im Laufe der Zeit wurde dann Allergie definiert als erworbene, abnormale Reaktion auf einen Stoff, der für viele Leute harmlos ist, bei allergischen Personen jedoch unangenehme oder sogar gefährliche Symptome auslöst.

Aus der Sicht der Schulmedizin entwickelt sich eine Allergie, wenn man sich wiederholt oder übermäßig einer Substanz oder einem Antigen aussetzt. Als Reaktion darauf produziert das Immunsystem des Körpers Antikörper genannte Eiweißstoffe, die dem fraglichen Antigen genau entsprechen. Wird der Körper einem bestimmten Allergen ausgesetzt, produziert er massenweise die entsprechenden Antikörper, die sich mit den Molekülen des Antigens verbinden und eine chemische Reaktion auslösen, die es den Körperzellen ermöglicht, das Antigen abzuschwächen oder zu zerstören. Diese chemischen Reaktionen rufen die allergischen Symptome wie Schwellungen, Schmerzen, Juckreiz, Rötungen oder Schleimabsonderungen hervor.

Das Modell Antigen - Antikörper bei Allergien stammt aus den 20er Jahren und beruht weitgehend auf Experimenten mit eingeatmeten Stoffen (z. b. Pollen oder Schimmel, die in der Tat häufig Antikörperbildung im Blut verursachen). Antigen - Antikörper - Reaktionen bilden aber nur einen sehr kleinen Teil der allergischen Reaktionen. In vielen Fällen von Allergie, besonders bei Lebensmittelallergie, und Allergie gegen Chemikalien, kommt es nicht unbedingt zu einer Antigen - Antikörper - Reaktion. Diese Empfindlichkeit gegenüber Umweltstoffen wurde das Thema einer neuen Forschungsrichtung genannt klinische Ökologie. Fachleute auf diesem Gebiet erkennen jetzt, dass bestimmte Stoffe in manchmal sehr kleinen Dosen eine Vielfalt von Reaktionen auslösen können, von denen nicht alle seither als allergisch definiert wurden.

Weil sich die herkömmliche Medizin strikt an das Antigen - Antikörper - Modell hält, kann sie für viele Formen der Allergie keine Abhilfe anbieten, und sie weigert sich gleichzeitig anzuerkennen, dass in diesen Fällen ein alternatives Vorgehen sehr wirksam sein kann! Anzustreben wäre hier eine Zusammenarbeit.

Eine richtigere, uralte Definition der Allergie ist, dass vielmehr das Informations- und Regelsystem im Körper gestört ist. Das "Lebendige" ist viel zu komplex, um es wie eine Maschine erklären zu können.

Es muss vielmehr der richtige Energiefluss und das Energiegleichgewicht im Körper wieder hergestellt werden. Um dies zu ereichen, sind falsche biologische Informationen zu korrigieren, denn Licht und Nahrung übertragen nicht nur Energie, sondern auch Informationen. Ist ein dynamisches System wie ein Lebewesen wieder in seiner Ordnung, dann verliert sich auch die Allergie!

Bei den meisten der Betroffenen ist das erreichbar mit der Herstellung des Energiegleichgewichtes im Körper, da nach unseren Erfahrungen für eine Reaktion biologische Fehlinformation verantwortlich sind, die ein vermindertes Energiepotential zur Folge hat.



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Das Gehirn unserer Zellen

oder

Die integralen Membranproteine

Proteine bestehen aus einem linearen »Rückgrat« miteinander verbundener Aminosäuren. Von den zwanzig verschiedenen Aminosäuren sind einige hydrophil (wasserliebend) und polar und andere hydrophob (wasserabstoßend) und unpolar. Wenn ein Bereich des Protein-Rückgrats aus aneinander gebundenen hydrophoben Aminosäuren besteht, findet dieser Abschnitt des Proteins eine stabile Bindung in einer fettigen Umgebung wie dem Lipidkern der Membran. So kann sich der hydrophobe Teil des Proteins in die Mitte der Membran einbetten. Weil manche Bereiche des Protein-Rückgrats aus polaren Aminosäuren bestehen und andere Bereiche unpolar sind, webt sich der Protein-Strang in die Sandwichschichten ein.

Es gibt viele integrale Membranproteine (IMPs) mit vielen verschiedenen Namen, die sich jedoch in zwei Funktionsgruppen einteilen lassen: in Rezeptorproteine und Effektorproteine.

Rezeptor-IMPs sind die Sinnesorgane der Zellen, das Äquivalent unserer Augen, Nasen, Ohren, Geschmacksknospen etc. Die Rezeptoren funktionieren wie molekulare »Nano-Antennen«, die auf bestimmte Umweltsignale ausgerichtet sind. Manche Rezeptoren sind nach innen gerichtet, um das innere Milieu der Zelle zu überwachen, und andere nach außen, um auf externe Signale zu achten.

Wie bei anderen Proteinen haben die Rezeptoren eine inaktive und eine aktive Form, und sie wechseln, ihrer Ladung entsprechend, zwischen diesen Konformationen hin und her. Wenn sich ein Rezeptorprotein an ein Umweltsignal bindet, bewirkt die daraus hervorgegangene Veränderung der elektrischen Ladung, dass das Rückgrat seine Form verändert und in eine »aktive« Konformation wechselt. Für jedes Umweltsignal, das sie ablesen müssen, haben die Zellen besonders ausgebildete Rezeptoren.

Manche Rezeptoren reagieren auf physische Signale. Ein Beispiel dafür ist der Östrogenrezeptor, der genau darauf eingerichtet ist, der Form und Ladungsverteilung eines Östrogenmoleküls zu entsprechen. Wenn sich das Östrogen in der Nähe des Rezeptors befindet, dockt der Rezeptor daran an, so wie ein Magnet Stecknadeln einsammelt. Sobald sich der Östrogenrezeptor und das Östrogenmolekül so perfekt wie Schloss und Schlüssel miteinander verbunden haben, verändert sich die elektromagnetische Ladung des Rezeptors und das Protein wechselt in seine aktive Konformation. Auf die gleiche Weise entsprechen die Histaminrezeptoren genau der Form der Histaminmoleküle und die Insulinrezeptoren genau der Form der Insulinmoleküle und so weiter.

Die »Antennen« der Rezeptoren können auch Schwingungsenergiefelder wie Licht, Klang und Radiowellen empfangen. Die Antennen dieser »Energie«-Rezeptoren vibrieren wie Stimmgabeln. Wenn in der energetischen Umgebung der Zelle eine Schwingung auftritt, die mit der Antenne des Rezeptors in Resonanz ist, so verändert sich die Ladung des Proteins und der Rezeptor verändert seine Form [Tsong 1989]. Darauf werde ich im nächsten Kapitel näher eingehen und will hier nur darauf hinweisen, dass die Annahme, nur physische Moleküle könnten auf die Zelle einwirken, hinfällig geworden ist. Das biologische Verhalten kann durch unsichtbare Kräfte (unter anderem z.B. auch durch Gedanken) ebenso gesteuert werden wie durch physische Moleküle, beispielsweise Penicillin. Das ist der wissenschaftliche Hintergrund für die medikamentenfreie energetische Medizin.

Die Fähigkeiten der Rezeptormoleküle sind bemerkenswert, für sich allein aber haben sie noch keine Auswirkungen auf das Verhalten der Zelle. Der Rezeptor ermöglicht der Zelle eine Wahrnehmung der Umweltsignale, doch muss die Zelle auf angemessene Weise reagieren. Das ist die Aufgabe der Effektorproteine. Gemeinsam bilden die Rezeptor- und Effektorproteine einen Wahrnehmungs- und Reaktionsmechanismus, der sich mit den körpereigenen Reflexen vergleichen lässt, die von Ärzten gerne geprüft werden. Wenn der Doktor mit dem Hämmerchen auf Ihr Knie klopft, nimmt ein sensorischer Nerv diesen Reiz auf und gibt die Information sofort an einen motorischen Nerv weiter, der das Bein in Bewegung versetzt. Die Rezeptoren der Membran entsprechen den sensorischen Nerven und die Effektorproteine entsprechen den handlungserzeugenden motorischen Nerven. Zusammen wirkt der Rezeptor-Effektor-Komplex wie ein Schalter, der Umweltsignale in Zellverhalten übersetzt.

Erst in den letzten Jahren haben die Wissenschaftler die Bedeutung der IMPs in der Membran entdeckt. Sie ist so groß, dass sich daraus ein eigenes Forschungsgebiet entwickelte, die »Signaltransduktion« oder Signalübertragung. Die damit befassten Wissenschaftler sind eifrig damit beschäftigt, Hunderte von Informationspfaden zu klassifizieren, die in der Membran zwischen der Wahrnehmung eines Umweltsignals und der Aktivierung der Verhaltensproteine liegen. Die Erforschung der Signaltransduktion katapultierte die Membran ins Rampenlicht der Forschung, so wie der Forschungsbereich der Epigenetik plötzlich die Chromosomenproteine ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt hat.

Es gibt verschiedene Arten verhaltenssteuernder Effektorproteine, denn für einen reibungslosen Ablauf der Zellfunktionen müssen viele verschiedene Aufgaben erledigt werden. So gehört beispielsweise zu den Transportproteinen eine weitläufige Familie von Kanalproteinen, die Moleküle und Informationen von einer Seite der Membran auf die andere schaffen.

Die Aktivität einer bestimmten Art von Kanalprotein, der Natrium-Kalium-ATPase, verdient besondere Aufmerksamkeit. Jede Zelle hat in ihrer Membran Hunderte dieser Kanäle. Gemeinsam benötigen sie für ihre Aktivität ungefähr die Hälfte des täglichen Energieverbrauchs unseres Körpers. Diese Kanäle öffnen und schließen sich so häufig, dass sie der Drehtür eines Kaufhauses im Schlussverkauf ähneln. Jedes Mal, wenn sich der Kanal »dreht«, befördert er drei positiv geladene Natriumatome aus dem Zytoplasma heraus und bringt dafür zwei positiv geladene Kaliumatome von draußen in das Zytoplasma hinein.

Die Natrium-Kalium-ATPase verbraucht nicht nur viel Energie, sie erzeugt auch selbst Energie, so wie gekaufte Batterien die Game­boys Ihrer Kinder antreiben — bis sie verbraucht sind. Eigentlich ist die energieproduzierende Aktivität der Natrium-Kalium-ATPase sogar sehr viel effektiver als die Batterien, denn sie macht aus der Zelle eine ständig sich wieder aufladende biologische Batterie.

Und hier ist ihr Trick: Bei jeder Drehung der Natrium-Kalium ATPase werden mehr positive Ladungen nach außen getragen als hereingebracht, und dies geschieht gleichzeitig in jeder Zelle bei Tausenden von Proteinen. Während diese Proteine jede Sekunde Hunderte von solchen Zyklen durchlaufen, lädt sich das Innere der Zelle negativ auf, während das Äußere positiv geladen ist. Die negative Ladung wird als Membranpotenzial bezeichnet. Natürlich lässt die Lipidschicht der Membran keine geladenen Atome durch, weshalb die Ladung im Zellinneren negativ bleibt. Die positive Ladung außerhalb und die negative Ladung innerhalb der Zelle machen aus ihr eine Art sich immer wieder selbst aufladender Batterie, deren Energie dann für biologische Prozesse zur Verfügung steht.

Eine andere Variante der Effektorproteine, die Zytoskeletalproteine, regulieren die Gestalt und Beweglichkeit der Zellen. Eine dritte Variante namens Enzyme verbindet oder trennt Moleküle, weshalb sie von uns Menschen auch als Verdauungshilfen eingesetzt werden. In ihrer aktivierten Form können alle Effektorproteine, auch die Kanalproteine, die Enzyme und die Zytoskeletalproteine, mitsamt ihrer Nebenprodukte als Signale zur Aktivierung der Gene dienen. Die IMPs und ihre Nebenprodukte produzieren Signale, die auf die Verbindungen der Regulatorproteine in dem »Ärmel« um die DNS wirken. Im Gegensatz zur konventionellen Ansicht steuern die Gene also ihre Aktivität nicht selbst. Vielmehr sind es die Effektorproteine der Membran, die das »Ablesen« der Gene steuern, damit verbrauchte Proteine ersetzt oder neue erzeugt werden können.

Zellfunktionen werden hauptsächlich durch ihre Interaktion mit ihrer Umgebung gesteuert und nicht durch ihren genetischen Code. Zweifellos sind die DNS-Blaupausen im Zellkern bemerkenswerte Moleküle, die im Laufe von über drei Milliarden Jahren entstanden sind, aber sie steuern nicht die Funktionen der Zelle. Außerdem können die Gene das Leben einer Zelle logischerweise gar nicht im Voraus programmieren, denn das Überleben der Zelle hängt schließlich von ihrer Fähigkeit ab, dynamisch auf jede Veränderung ihrer Umgebung zu reagieren.

Die Funktion der Membran, »intelligent« auf jeden Umweltimpuls zu reagieren und daraus ein Verhalten abzuleiten, macht aus ihr das wahre Gehirn der Zelle.

Wenn wir diese Hypothese der gleichen Prüfung unterziehen wie wir es beim Zellkern gemacht haben, erleben wir, dass die Zelle sofort stirbt, wenn wir die Membran entfernen. Und selbst wenn man die Membran intakt lässt und nur die Rezeptor-Proteine zerstört, was im Labor mit entsprechenden Enzy­men leicht zu bewerkstelligen ist, wird die Zelle »gehirntot«. In ihrem Koma empfängt sie keine Signale aus der Umwelt mehr, die für ihre Funktionen wichtig sind. Die Zelle verfällt aber auch ins Koma, wenn die Rezeptorproteine intakt bleiben und die Effektorproteine ausgeschaltet werden. Um »intelligentes« Verhalten zu zeigen, braucht die Zelle eine funktionierende Membran mit Rezeptoren (Wahrneh­mung) und Effektoren (Handlung). Diese Proteinkomplexe sind die grundlegenden Einheiten der zellulären Intelligenz.

Bei der Untersuchung dieser grundlegenden Wahrnehmungseinheiten haben wir die Zelle auf ihre fundamentalen Grundelemente reduziert. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, daran zu erinnern, dass es in jeder Zellmembran Hunderttausende dieser Schalter gibt. Das Verhalten einer Zelle kann also nicht durch die Beobachtung eines einzelnen Schalters verstanden werden, sondern nur durch die Berücksichtigung der Gesamtheit aller Schalter. Das ist ein ganzheitlicher Ansatz, auf den ich im nächsten Kapitel noch weiter eingehen werde.

Auf der zellulären Ebene ist die Geschichte der Evolution im Wesentlichen eine Geschichte der Maximierung der grundlegenden »intelligenten« Einheiten, also der Rezeptor- und Effektorproteine der Zellmembran. Die Zellen wurden klüger, indem sie ihre äußere Membran effizienter nutzten und ihre Oberfläche ausdehnten, damit mehr IMPs hineinpassten. In primitiven Prokaryoten-Organismen führen die IMPs alle wesentlichen physiologischen Funktionen wie Stoffwechsel und Atmung aus. Im weiteren Verlauf der Evolution wandten sich Teile der Membran mit diesen physiologischen Funktionen nach innen und bildeten die Organellen, die für das eukaryotische Zytoplasma so typisch sind. Damit verblieb mehr Membranoberfläche zur Ansiedlung von IMPs. Außerdem ist die Eukaryote tausendfach größer als die Prokaryote, was ihr auch wesentlich mehr Membranoberfläche verschafft, also Platz für mehr IMPs. Daraus folgert mehr Wahrnehmung, was die Überlebenschancen erhöht

Literatur: Intelligente Zellen - Wie Erfahrungen unsere Gene steuern.  



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Zellstrahlung

Der russische Zellbiologe Alexander Gurwitsch ging Anfang dieses Jahrhunderts davon aus, dass ein "biologisches, morphogenetisches (formbildendes) Feld" für die Regulation der Vorgänge in Zelle und Organismus verantwortlich sei. Für die chemischen Prozesse lebender Systeme seien nicht irgendwelche besonderen Moleküle oder Molekülkomplexe das Wesentliche, sondern deren räumliche Anordnung, in die sich ständig wechselnde Moleküle einfügen. Dazu gehört auch die Bildung von Molekülgruppen aus Molekülen, die beim alleinigen Vorhandensein der klassischen chemischen Bindungskräfte keine Bindung eingehen könnten. 1922 entdeckte Gurwitsch, dass die Wurzelzellen einer jungen Zwiebel an einer bestimmten Stelle zu vermehrter Zellteilung angeregt wurden, wenn die Spitze einer zweiten Zwiebelwurzel darauf gerichtet war. Die Abschirmung mit normalem Fensterglas verhinderte den Effekt, UV-Licht durchlässiges Quarzglas ermöglichte ihn weiterhin. Es handelte sich also um Strahlung im ultraviolettem Frequenzbereich und nicht um einen Effekt chemischer Übermittlersubstanzen. In jahrzehntelangen systematischen Experimenten belegte er, dass diese Strahlung nicht nur Zellteilungen auslöst, sondern ganz allgemein verschiedene Zustände der Zelle anzeigt wie Geburt, Tod, rasche Abkühlung, Narkose und Vergiftung der Zelle oder andere störende oder schädliche Einflüsse.
 
Ein anderer Forschungsbereich in der Sowjetunion beschäftigte sich seit den 50iger Jahren mit den Wirkungen elektromagnetischer Felder auf Lebewesen. Es stellte sich als Tatsache heraus, dass bestimmte Frequenz- und Intensitätsbereiche von elektromagnetischen Feldern deutlich auf viele Funktionsbereiche von tierischen und menschlichen Organismen einwirkten. Unterdessen vertreten auch einige westliche Forscher die Meinung, dass das nur möglich ist, wenn Pflanzen, Tiere und Menschen selber entsprechende Felder mit biologischer Funktion besitzen und eine Resonanz-Wechselbeziehung entstehen kann.
 
Vertreter der herrschenden Molekularbiologie, die Kenntnis von der Zellstahlung bekommen, interpretieren sie als Luminiszenz, d,h. als Leuchten eines Stoffes biologischer Moleküle und führen die Strahlung auf bestimmte chemische Reaktionen zurück. Sie sehen die Strahlung quasi als Abfallprodukt, die keine eigene biologische Funktion besitzt.
 
Insofern war es für den deutschen Biophysiker Fritz A. Popp von ausschlaggebender Bedeutung, beweisen zu können, dass das Licht in den Zellen kohärent war. Nur kohärentes Licht ist in der Lage über lokale Aufgaben hinaus Steuerungsfunktionen für den ganzen Organismus zu übernehmen, weil es durch seine starke Bündelung auch weit von der Lichtquelle entfernt kaum gestreut wird. Er stellte darüber hinaus die Überlegung an, dass bei der hohen Erneuerungsrate der Zellen beim Menschen nur eine Signalübermittlung mit Lichtgeschwindigkeit, also keine chemischen Botenstoffe die Chance hätten, dem gesamten Zellverband den Verlust von 10 Millionen Zellen pro Sekunde zu melden und entsprechend Informationen zur adäquaten Reaktion an den ganzen Organismus zurückzumelden.
 
Popp entwickelte einen Photomultipler zur Messung ultraschwacher Zellstrahlung, und konnte die Experimente früherer Forscher wie die von Gurwitsch bestätigen. Er stellte Zellstrahlung im gesamten optischen Bereich vom UV über das sichtbare Licht bis zum Infrarot fest. Mit der Analyse der hochkohärenten Biophotonenstrahlung von pflanzlichen und tierischen Zellen konnte er gleichzeitig experimentell beweisen, dass die strahlenden Organismen thermodynamisch gesehen sogenannte "Nicht-Gleichgewichtssysteme" darstellen. Die klassische Thermodynamik besagt, dass der Ordnungszustand von Teilchen nicht lebender Materie bei Zufuhr von Wärme und Energie abnimmt, von einem hochgeordneten kristallinem Zustand bis hin zu einem chaotischen Zustand.
 
Schon Gurwitsch zeigte aber mit seinen "unausgeglichenen Molekularkomplexen", dass sich biologische Systeme, also Lebewesen in einem labilen Übergangszustand befinden.
 
Diesseits dieser Schwelle macht das "biologische Feld" die aus den Stoffwechselprozessen in der Zelle entstehende Energie für die Bildung von hochgeordneten Molekülgruppen verfügbar. D.h. die Energie wird in der Form des neuen Ordnungszustandes der Molekülgruppen gespeichert. Jenseits dieser Schwelle hört das Feld auf, den Molekülgruppen die nötige Energie zu ihrer Aufrechterhaltung zuzuführen. Sie zerfallen und die Energie wird als (Biophotonen)Strahlung wieder frei. Diese Ordnungszustände können ganz plötzlich durch geringste Einflüsse umkippen. Voraussetzung für diese Empfindlichkeit, die Lebewesen zu sensibelsten Antennen macht, Voraussetzung für diese innere Funktions- und Ordnungsstruktur ist die ständige Zufuhr von Energie v.a. aus der Nahrung und durch Sonnenlicht. Ohne diese Energiezufuhr würden biologische Systeme bald zusammenbrechen.
 
Physiker nennen solche Phasenübergangszustände "dissipative Strukturen". Der russisch-belgische Chemiker Prigogine hat für die mathematische Formulierung dieser dissipativen Strukturen 1977 den Chemie-Nobelpreis erhalten. Popp hat als erster die Richtigkeit dieser Theorie experimentell bewiesen.
 
Popp zeigt nun auf, dass die Kohärenz der Teilchen nur mit einem kohärenten elektromagnetischen Feld denkbar ist, dass erst die Teilchen zu einem ganzheitlichen Verhalten veranlasst. Dissipative Strukturen sind also gleichzeitig auch Laserprozesse, in denen durch ständige Energiezufuhr ein Verstärkungsmechanismus in Gang gehalten und ein kohärentes Feld erzeugt wird. Der Phasenübergang ist die sogenannte "Laserschwelle". Lebewesen sind damit biologische Laser. Das heißt, dass nicht nur die Materieteilchen im Biophotonenfeld sondern auch das Biophotonenfeld selbst durch geringste Einflüsse zwischen einem nur schwach geordneten, "chaotischen" Zustand und einem kohärenten Zustand wechseln kann.
 
Popp sieht in diesem komplementären Zusammenspiel eine Entsprechung zu den Yin- und Yangzuständen des "Chis" der chinesischen Medizin, der Lebensenergie, die sämtliche Prozesse in unserem Organismus reguliert bis hin zur Bildung und Auflösung von materiellen Strukturen. Zellen und Gewebe, die sich teilen und vermehren wollen, befinden sich dann in einem "chaotischen" Yin-Biophotonenfeld , während ein kohärentes Yang-Biophotonenfeld die Betonung auf Koordination und Differenzierung auf beispielsweise Nerven- Stütz- oder Muskelgewebe legt. So besitzen nach Popp Gehirn- und Nervenzellen, in denen kaum Zellteilungen und Stoffwechselaktivität stattfinden, ein kohärenteres Biophotonenfeld als z.B. die sich schnell erneuernden Gewebe von Leber, Darm und Schleimhäuten.
 
Popp : "Veränderte Bewusstseinszustande wie Entspannung und Meditation könnten als eine Art Kohärenztherapie im langwelligen Bereich unseres Biophotonenfeldes aufgefasst werden. Nachweislich erhöht sie die Kohärenz unserer Gehirnwellen und führt möglicherweise zu einer Erweiterung unseres Bewusstseins".
 
Ein Modell für eine neuartige Medizin der Zukunft stellt nach den Erkenntnissen der Biophotonenforschung die Homöopathie dar, weil sie gezielt und individuell mit geringem Aufwand und Nebenwirkungen auf die grundlegende Ebene des menschlichen Organismus einwirkt, auf der jede Störung beginnt und daher auch ursächlich wieder am besten einreguliert werden kann, nämlich das Biophotonenfeld des Menschen. Hochpotenzen wirken nicht mehr molekular, sondern durch ihren "elektromagnetischen Abdruck", ihre kohärente Schwingungskomposition im Lösungsmittel. Je höher die Potenz desto langfristiger und weniger lokal, also grundlegender ist die Wirkung.
 
Ein enger Zusammenhang darf auch zwischen emotionaler Befindlichkeit, Bewusstseinszuständen, Abwehrfähigkeit, Immunsystem und dem Biophotonenfeld angenommen werden. Experimente und Gehirnoperationen haben gezeigt, dass die im Gehirn vorhandene Information nicht lokal in bestimmten materiellen Strukturen gespeichert ist, sondern in der Form von kohärenten Biophotonenfeldern. Sehr wahrscheinlich können sogar alle Felder des Organismus Gedächtnisfunktionen wahrnehmen. Das ist nur möglich, wenn unsere Erinnerungen holographisch gespeichert sind, also als Komposition von kohärenten Welleninteferenzen. Auf einem Hologramm sind das Inteferenzmuster zwischen dem Laserlicht, das z.B. von einem Gegenstand reflektiert wird und sich mit einem anderen Laserlicht, z.B. einem Teil des abgelenkten Ursprungslicht überlagert, nur als unregelmäßige Wellenlinien auf einem Film erkennbar. Der angestrahlte Gegenstand erscheint als Lichtprojektion, als Holographie aber wieder an beliebiger Position im Raum, wenn ich kohärentes Licht durch das Hologramm strahle. Die Vorteile liegen auf der Hand: in einem Hologramm kann eine ungeheure Menge an Informationen gespeichert werden und in jedem Punkt des Hologramms ist die gesamte in ihm vorhandene Informationsmenge vorhanden, aus der ich wieder die Holographie des Ganzen bilden kann.
 
Holografische Eigenschaften des menschlichen Organismus finden wir z.B. auch in seinen Reflexzonen auf der Körperoberfläche, der Hände, der Füße, der Ohren, der Nase des Gesichts, über die wir Organe und Funktionssysteme beeinflussen können. In jedem einzelnen Akupunkturpunkt ist ebenfalls die Information des Gesamten Netzes aller Akupunkturpunkte und damit des gesamten Organismus enthalten. Deshalb geht Popp davon aus, dass die Meridiane die Knotenlinien eines über den ganzen Organismus ausgedehnten dreidimensionalen Feldes stehender elektromagnetischer Wellen sind, auf denen sich Informationen am besten fortpflanzen können.
 
Die Kohärenz von Lebewesen ist nun aber viel höher als in ihrer Umgebung. Der Nobelpreisträger Schrödinger aus Österreich sagte schon 1944, dass Lebewesen "Kohärenz anreichern", Photonen kondensieren und speichern, "Ordnung aus der Umwelt aufsaugen". Popp und der chinesische Prof. Li zeigten in einem mathematisch-physikalischen Modell, dass die DNS die Fähigkeit besitzt, sogenannte Exiplexe (elektonische, durch Licht angeregte Molekülkomplexe) zu bilden. Durch die Aufnahme und Speicherung von Photonen werden Exiplexe angeregt und damit die Anziehungskräfte zwischen den Molekülen innerhalb der DNS verstärkt; dadurch zieht sie sich zusammen. Wenn in der Umgebung Photonenmangel herrscht, zerfallen die Exiplexe wieder in ihren Grundzustand, die Anziehungskräfte lassen nach, die DNS dehnt sich aus und es wird Licht abgestrahlt. Diese durch rhythmische Lichteinwirkung angeregte Lichtpumpe verläuft wahrscheinlich ebenfalls rhythmisch. Weil der angeregte Exiplexzustand durch diese Energiezufuhr mindestens gleich oder stabiler ist als der Grundzustand, bilden Exiplexe ein optisch aktives Medium, also Lasermaterie.
 
Glauber entwirft ein ähnliches Modell "kohärenter Zustände". Wenn biologische Laser Photonen aufnehmen, also teilchenhafte, inkohärente Energie, dann ziehen sie sich zusammen und geben gleichzeitig Wellen, also kohärente Energie ab. Wenn sie periodische Wellen aufnehmen, also geordnete Energie, dann dehnen sie sich aus und geben gleichzeitig Photonen ab. Kohärente und inkohärente Anteile am "kohärenten Zustand" stehen in ständiger negativer Rückkopplung zueinander, was den Zustand stabilisiert. Diesen Ordnungssog hält Popp für das Prinzip der Entstehung und Entwicklung des Lebens hin zu immer komplexeren Lebensformen.
 
Marco Bischoff: Man vermutet heute, dass die DNS so in enger Zusammenarbeit mit anderen - meist ebenfalls spiralförmigen - exiplexfähigen Molekülen wie Proteinen, Melaninen usw. als Biophotonen-Schaltstationen den ganzen Organismus überziehen und sein B